BVK hofft auf Bewusstseinswandel der Versicherer

Berater Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Auf seiner gestrigen Pressekonferenz erklärte der Vermittlerverband, was er mit seinen Rechtsstreits gegen Check24 bezwecken will. Dabei ging es auch um die von dem Vergleichsportal verlangten Provisionen.

Laut BVK-Präsident Michael H. Heinz wären die Versicherer gut beraten, sich von dem Vergleichsportal Check24 abzuwenden.

Laut BVK-Präsident Michael H. Heinz wären die Versicherer gut beraten, sich von dem Vergleichsportal Check24 abzuwenden. Bild: procontra

Im aktuellen Rechtsstreit des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) gegen Check24 zeichnet sich ein juristischer Triumph für den Vermittlerverband ab. In der Folge hätte das Vergleichsportal mit seinen „Versicherung Jubiläums Deals“ gegen das gesetzliche Provisionsabgabeverbot verstoßen.

Doch auch wenn solche „Deals“ in Zukunft verboten werden, dürfte das nicht die letzte Aktion von Check24 gewesen sein, die klassischen Vermittlerbetrieben und ihren Verbänden sauer aufstößt. Diese Sichtweise vertritt man zumindest beim BVK, der im Anschluss an die gestrige Verhandlung zu einer Pressekonferenz geladen hatte.

Dort betonte BVK-Präsident Michael H. Heinz: „Check24 wird wahrscheinlich immer wieder mit ähnlichen Aktionen versuchen, die geltende Rechtslage auszuloten.“ Eine Situation, gegen die der BVK nur ein sehr langsam wachsendes Kraut züchtet. Denn die besagten „Versicherung Jubiläums Deals“ beispielsweise liefen nur für einen Zeitraum von 3 Wochen. Bis der BVK damals die Situation rechtlich bewertet und seine Abmahnung ausgesprochen hatte, war die Aktion schon fast beendet. Zwar können sich die Parteien im Nachhinein vor Gericht treffen und die gegebenenfalls rechtswidrige Praxis wird dann für die Zukunft unterbunden. Die Aktion und der damit verbundene Profit sind dann aber schon durch und eingesammelt.

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