Best Ager: Beste Chancen mit Ruhestandsplanung

Berater Zielgruppenansprache von Stefan Terliesner

Existenz aufbauen

Makler, die sich für eine Tätigkeit als Ruhestandsplaner interessieren müssen sich aber nicht unbedingt dem weltweit operierenden Vermögensverwalter in die Arme werfen. Das geht auch auf eigene Faust. Siegfried Reitberger zum Beispiel ist diesen Weg gegangen. Der Geschäftsführer und sein Team von der Bamberger Ruhestandsplanung betreuen rund 600 Klienten mit insgesamt mehr als 40 Millionen Euro Anlagevermögen. Hilfestellung beim Aufbau einer solchen Existenz bietet zum Beispiel der Bundesverband der Ruhestandsplaner Deutschland, kurz BDRD. Eigenen Angaben zufolge stellt, zertifiziert und überwacht der Verband eine branchenübergreifende Beratungsnorm, die zur Sicherheit und zum Schutz der Verbraucher dient.

Tatsächlich erfordert Ruhestandsplanung Sorgfalt und Expertise. Angesichts des Dauerzinstiefs und einer Inflationsrate von ein bis zwei Prozent reicht es heute nicht mehr, einfach nur eine Lebensversicherung mit Garantie abzuschließen. „Wer seinen Lebensstandard im Alter aufrechterhalten möchte, muss sich an den Kapitalmärkten beteiligten und nicht nur in vermeintlich sichere Papiere anlegen“, hebt Neus hervor.

Die Herausforderung beschreibt er so: „Es ist schon schwer genug, zwischen Entgeltpunkten, Rentenformel und Anrechnungszeiten den Durchblick zu bewahren. Kommen Versicherungen, Fonds, Steuern und die vielen Spezialisten dazu, ist Chaos vorprogrammiert.“ Daher bräuchten vor allem jene, deren Ruhestand in den kommenden zehn Jahren ansteht, Berater, die ihre Bedürfnisse verstehen und ganzheitlich beraten können.

Hohe Anforderungen

Dieses Anforderungsprofil ist natürlich auch dem BDRD bewusst. Um die von Verbrauchern geforderte Qualität zu gewährleisten, unterzögen sich BDRD-Mitglieder einer zusätzlichen, strengen Prüfung und akzeptierten die Beratungsstandards des Verbands. Das geschehe unabhängig vom jeweiligen Arbeitgeber, der bisherigen Ausbildung und unabhängig von der Form der Tätigkeit und gelte genauso für Mitarbeiter von Banken, Versicherern, Finanzvertrieben oder für freie Finanzdienstleister. Dafür erhielten sie das Gütesiegel „Zertifizierter Sachverständiger für die Ruhestandsplanung (BDRD)“. Ebenso weist der Verband darauf hin, dass die Mitglieder jährlich einer erneuten Sachkundeprüfung unterzogen werden, um dieses Gütesiegel weiterhin verwenden zu können.

Gegenüber procontra stellt Verbandschef Peter Härtling zudem klar: „Es gibt unsere interne Zertifizierung zur Arbeitsweise als Ruhestandsplaner nur, wenn die Mitglieder eine Zulassung gemäß § 34c, d sowie f Gewerbeordnung besitzen.“ Notwendig sind also die Erlaubnisse für die Tätigkeit als Immobilienmakler/Immobiliendarlehensvermittler, Versicherungsvermittler und Finanzanlagenvermittler. Das hier für viele Makler die Zukunft liegt hat procontra mehrmals berichtet, zum Beispiel in Ausgabe 5/2017 unter der Überschrift „Notwendiger Wandel!“. Ist ja auch logisch: Gute Finanzberatung muss ganzheitlich erfolgen und die Bedürfnisse des Kunden in den Mittelpunkt rückt.

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