BDVM: Wirrwarr bei Paragraf 34 auflösen

Berater IDD Investmentfonds Versicherungen Top News von Detlef Pohl

Der Untergang des klassischen Vertriebs von Versicherungen ist ausgeblieben. Gerade dem hybriden Versicherungsmakler gehört die Zukunft (procontra berichtete). Kritisch sieht der BDVM ein weiteres Regulierungsvorhaben – den Wechsel der Aufsicht von Finanzanlagenvermittlern mit Erlaubnis nach Paragraf 34f GewO von der IHK/Gewerbeamt zur BaFin. Das beträfe auch Versicherungsmakler, die zudem eine 34f-Zulassung besitzen. Das dürften nach Angaben des AfW-Vermittlerbarometers 2018 rund 64 Prozent der Versicherungsmakler sein.

BaFin sollte nur Guideslines für 34f-Aufsicht vorgeben

In einem noch nicht mit den Regierungsfraktionen abgestimmten internen BMF-Referentenentwurf zum „Finanzanlagenvermittler-Aufsichtsübertragungsgesetz“ wird als Problem die organisatorische Zersplitterung der Aufsicht ausgemacht, die zu Lasten von deren Einheitlichkeit und Qualität gehen kann (procontra berichtete). Allerdings werden darin keinerlei konkrete Missstände oder Fehlentwicklungen genannt. Das kennt man schon aus der Provisionsdeckel-Diskussion, die bereits zu verringerten Courtageinnahmen führte (procontra berichtete).

Der BDVM schlägt alternativ eine zweigeteilte Kontrolle vor. „Die BaFin sollte nur die Guideline vorgeben“, sagte Jenssen. Zum anderen sollten die IHK professioneller aufgestellt und die teilweise Zuständigkeit von Gewerbeämtern zurückgenommen werden, damit die IHK noch besser als bisher vor Ort agieren können. „Das wäre einheitlich, kostengünstig und auch gut für Makler“, betonte Jenssen. BaFin-Aufsicht in der Fläche dagegen würde enormen zusätzlichen Aufwand bringen.

Mehr Informationen zu der Frage „Wofür kann der Makler noch Honorar beim Kunden nehmen?“ gibt es in diesem profino Webinar.

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