Auf diese Fonds setzten Firmenkunden

Investmentfonds von Michael Fiedler

Wie legen Firmenkunden in Zeiten niedriger Zinsen ihr Betriebsvermögen an? Eine Analyse von ebase zeigt ein Übergewicht bei breit gestreuten, weltweit anlegenden Aktienfonds, zudem befinden sich unter den beliebtesten Fonds der Firmenkunden auffällig viele Mischfonds.

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Wie legen Firmenkunden ihr Betriebsvermögen an? Bild: shutterstock.com

Niedrigzinsumfeld und Strafzinsen bzw. Einlagegebühren sorgen dafür, dass Unternehmen sich nach anderen Geldanlagen umsehen.
Ein Trend, den auch die European Bank for Financial Services GmbH (ebase) erkannt hat. Um zu untersuchen, wie sich das Anlageverhalten der Firmenkunden entwickelt, hat das Geldinstitut die eigenen Firmenkundendepots analysiert.

Firmendepots: Sieben Fonds im Durchschnitt

Der Auswertung zufolge haben die Unternehmen im Schnitt je Depot 2,5 Mio. Euro in Fonds investiert. Drei Prozent der Firmen sogar mehr als 10 Millionen Euro. Die Depotstrukturen und speziell die Anzahl der gehaltenen unterschiedlichen Fondspositionen variieren allerdings deutlich. Durchschnittlich haben die Unternehmen sieben unterschiedliche Investmentfonds im Depot. Jedoch gibt es auch einige Unternehmen, die fast 100 verschiedene Fondspositionen halten. „Die Ergebnisse belegen, dass Investmentfonds nicht nur von sehr großen Unternehmen zur Anlage ihres Betriebsvermögens genutzt werden, sondern sich auch bereits eine Vielzahl kleinerer Unternehmen mit einem geringeren Anlagevolumen dazu entschieden haben“, so Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase.

Aktien- vor Misch- und Rentenfonds

Assetklassen-bezogen, ist das Interesse der Unternehmen breit gestreut. Aktienfonds erfreuen sich jedoch mit einem Anteil von im Schnitt knapp 30 Prozent der größten Beliebtheit. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Mischfonds (23%) und Rentenfonds (22%). „Die Assetklassen-bezogen breite Nachfrage der Unternehmen ist zum einen sicherlich das Ergebnis des Ziels einer möglichst breiten Streuung der Anlagen. Zum anderen ist dies aber auch durch die unterschiedlichen Anlageziele der Unternehmen bedingt. Einige wollen nicht benötigtes Kapital langfristig investieren und setzen bewusst auf offensivere Portfolien mit einem höheren Aktienfondsanteil, um langfristig attraktive Renditen zu erzielen. Andere wollen beispielsweise kurz- oder mittelfristig Geld für Rückstellungen oder Garantien anlegen, aber keine Einlagegebühren zahlen, und legen daher defensiver an“, erklärt Geyer.

Mischfonds: 3 von 5

Mit Blick auf die konkret eingesetzten Fonds fällt auf, dass sich unter den fünf beliebtesten Fonds in Firmenkundendepots drei Mischfonds befinden. „Für einige Firmenkunden könnte eine regelbasierte Vermögensverwaltung eine Überlegung wert sein, mit der das Risiko-Rendite-Profil des jeweiligen Unternehmens möglicherweise genauer abgebildet werden könnte, als mit einem einzelnen Mischfonds“, erläutert Geyer. ebase bietet dafür die digitale Vermögensverwaltung fintego auch Firmenkunden an.

Top-Trend ETF: „Kein Ende in Sicht“

Ähnlich wie bei Privatkunden haben auch bei den Unternehmen ETFs in den letzten Jahren deutlich an Relevanz gewonnen. Deren Anteil liegt mittlerweile im Schnitt bei knapp 4 Prozent. „ETFs sind im Fondsgeschäft sicherlich einer der Top-Trends der letzten Jahre und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Ebenso wie bei Privatkunden spüren wir auch von Seiten der Firmenkunden ein wachsendes Interesse und eine zunehmende Anlagebereitschaft in diese Produkte“, ergänzt Geyer.

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