Thomas Cook-Pleite: 250 Mio. US-Dollar Gewinn mit Finanzwetten?

Investmentfonds von Michael Fiedler

Im Zuge der Insolvenz des Reisekonzerns Thomas Cook wurden auch Vorwürfe laut, Investoren hätten auf die Pleite gewettet und würden nun Gewinne in Millionenhöhe kassieren. Ein Investor bezog Stellung zu den Vorwürfen.

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Machten Spekulanten Millionen-Gewinne, weil sie auf die Pleite des Reisekonzern Thomas Cook Finanzwetten abgeschlossen haben? loocmill / Shutterstock.com

Im Rahmen der Berichterstattung um die Insolvenz des Reisekonzerns Thomas Cook schrieb u.a. das Nachrichtenportal Spiegel online, dass Spekulanten auf die Pleite des Unternehmens gewettet hätten und Gelder in Höhe von 250 Mio. US-Dollar kassieren würden.

Genannt wurden auch Xaia Investment aus München. Tatsächlich hält Xaia in den von ihnen gemanagten Fonds Positionen von Thomas Cook-Anleihen. Für diese Rentenpapiere hat das Investmenthaus Ausfallversicherungen, Credit Default Swaps (CDS), abgeschlossen. Bei einem möglichen Ausfall des Anleihegebers sollen so Verluste für den Fonds und dessen Anleger vermieden werden. „In der Folge kommen nun Investmentbanken als externe Versicherungsgeber – nicht Thomas Cook direkt – für den Ausgleich der aus dem Ausfall der Anleihen entstandenen Schäden auf“, schreibt Xaia in einer Mitteilung.

Das Investmenthaus besteht darauf, dass man zu Sicherungszwecken in Credit Default Swaps investiert habe. Aus Sicht der Münchener hat man also nicht aus einer Wette auf die Insolvenz von Thomas Cook Profit geschlagen, sondern Schäden von den eigenen Fonds und deren Investoren ferngehalten.

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