So sieht der Durchschnitts-Makler aus

Berater Maklers Lieblinge von Florian Burghardt

Unsere Umfrage „Maklers Lieblinge 2019“ hat nicht nur Erkenntnisse über die beliebtesten Produktgeber, sondern auch über die Makler selbst geliefert. Vergütungsmodell, Betriebsgröße, Hauptgeschäftsbereich: So sieht der Durchschnitts-Makler aus.

Jeder dritte Teilnehmer an unserer Umfrage „Maklers Lieblinge“ ist schon auf der Onlinemesse profino angemeldet und jeder Zwölfte plant, in den nächsten 3 Jahren sein Geschäft aufzugeben.

Jeder dritte Teilnehmer an unserer Umfrage „Maklers Lieblinge“ ist schon auf der Onlinemesse profino angemeldet und jeder Zwölfte plant, in den nächsten 3 Jahren sein Geschäft aufzugeben. Bild: Pixabay

Als Erstes möchte sich die procontra-Redaktion bei ihren Lesern bedanken. Denn nur durch Ihre Teilnahme an unserer diesjährigen „Maklers Lieblinge“-Umfrage konnten wir wieder wichtige Branchentrends herauslesen sowie Sie und Ihre Arbeit besser verstehen. Die Erkenntnisse aus der Umfrage wollen wir Ihnen nun natürlich auch nach und nach präsentieren.

Dieses Jahr haben sich 467 Personen an „Maklers Lieblinge“ beteiligt. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen (55,2 Prozent) arbeitet in beziehungsweise für einen Betrieb, der die Erlaubnis nach § 34d Gewerbeordnung (GewO) besitzt. Für einen Betrieb nach § 34f GewO (Finanzanlagenvermittler) sind 15,2 Prozent der Teilnehmer tätig, wobei es hier auch viele Überschneidungen mit den Versicherungsvermittler-Betrieben (§ 34d) gibt. Immobilienmakler- und Darlehensvermittler-Betriebe (§ 34c) machen 16,3 Prozent aus, Immobiliardarlehensvermittler-Betriebe (§ 34i) 9,2 Prozent.

Neun von zehn vermitteln gegen Provision

Die Personen selbst sind ganz überwiegend als Versicherungsmakler tätig (80,8 Prozent). Nur 11,1 Prozent sind Mehrfachagenten. Dahinter folgen gebundene Vertreter mit 4,2 Prozent, Versicherungsberater mit 1,7 Prozent und Sonstige mit 2,2 Prozent. Wenig überraschend steht bei so vielen Maklern auch das klassische Vergütungsmodell aus Provision und Courtage mit 88,6 Prozent hoch im Kurs. Nur 8,9 Prozent lassen sich ihre Beratung mit einem Mischmodell bezahlen. Das Vergütungsmodell Honorar (1,1 Prozent) ist bei den Umfrageteilnehmern sogar noch weniger populär als Tippgebervergütung (1,4 Prozent).

Die meisten befragten Vermittler sind schon seit über 25 Jahren beratend in der Branche tätig (38,7 Prozent). Der Anteil mit weniger als 15 Jahren Berufserfahrung liegt bei nur 24 Prozent. Dennoch denkt kaum ein Makler ans Aufhören. Ihr Geschäft in den nächsten drei Jahren einzustellen oder zu übergeben planen gerade einmal 8,0 Prozent der Befragten. Beim Blick auf die Mitarbeiter zeigt sich, dass viele Makler als Einzelkämpfer unterwegs sind (37,6 Prozent) oder nur ein bis drei Angestellte haben (39,1 Prozent). Maklerbetriebe mit mehr als 25 Angestellten gibt es dagegen eher selten (4,7 Prozent).

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