Risiko für Arbeitsunfälle ist höher als gedacht

Berater von Florian Burghardt

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat heute ihre Zahlen für 2018 vorgestellt. Das Arbeitsunfall-Risiko ist seit dem Vorjahr deutlich gestiegen. Weshalb das wohl schon länger so ist und warum sich privater Schutz lohnt.

„Das Unfallrisiko steigt auf dem Papier. Tatsächlich ist es aber so, dass es wohl schon in der Vergangenheit höher gelegen hat“, so DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Hussy.

„Das Unfallrisiko steigt auf dem Papier. Tatsächlich ist es aber so, dass es wohl schon in der Vergangenheit höher gelegen hat“, so DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Hussy. Bild: DGUV

Im Jahr 2018 ist die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle leicht gegenüber dem Vorjahr auf 877.198 (+0,42 Prozent) gestiegen. Darin enthalten sind 188.527 meldepflichtige Wegeunfälle (-1,28 Prozent). Diese Zahlen entstammen der offiziellen Erhebung für das Jahr 2018, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) heute in Berlin vorgestellt hat.

Meldepflichtig sind für Arbeitgeber solche Arbeits- und Wegeunfälle, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder zum Tod von Versicherten führen. Letzteres war 730 Mal (2017: 731) der Fall. Davon verstarben 420 Versicherte durch Arbeits- und 310 durch Wegeunfälle.

Angesichts dieser Zahlen appellierte der DGUV-Hauptgeschäftsführer, Dr. Stefan Hussy, für mehr Sicherheit im Arbeitsalltag und Berufsverkehr: „Alle können mehr zur Sicherheit auf den Straßen beitragen: der Chef, der darauf verzichtet, seine Leute anzurufen, wenn er weiß, dass sie gerade hinter dem Steuer sitzen. Die Politik, indem sie Verkehrsräume insbesondere für die schwächeren Verkehrsteilnehmer sicher gestaltet. Aber auch jede und jeder Einzelne, indem man Ablenkung so gut es geht meidet - im Klartext: öfter mal das Handy weglegen oder die Stöpsel aus dem Ohr nehmen.“

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