Kfz: Telematik als Wechseltreiber?

Berater von Michael Fiedler

Im preissensiblen Kfz-Geschäft wird ein Anstieg von Telematiktarifen erwartet. Beschwerdezahlen und Unzufriedenheit mit Direktversicherern könnten dafür sprechen. Doch was halten Kfz-Versicherte von solchen Tarifen? Wie hoch die Wechselbereitschaft ist und welche digitalen Services gefragt sind, zeigt eine aktuelle Umfrage.

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Wodurch wird die Kfz-Wechselsaison bestimmt? Bild: shutterstock.com

Änderungen bei Typ- und Regionalklassen, Beschwerden und Unzufriedenheit mit Direktversicherern könnten die anstehende Wechselsaison im Kfz-Geschäft in diesem Jahr befeuern. Marktbeobachter erwarten einen Anstieg der Telematiktarife – bis 2028 soll sich deren Anzahl von derzeit knapp 200.000 auf über 2 Millionen erhöhen, schätzt Dennis Wittkamp, Fachkoordinator Schaden-/Unfallversicherung bei Assekurata. Wie hoch der Anteil neuer Telematiktarife in diesem Jahr ausfällt, hängt von den Kfz-Versicherten ab. Doch die wissen oft gar nicht, welche Leistungen ihre Kfz-Versicherung eigentlich enthält.

So kennt nur jeder Dritte die Inhalte seiner aktuellen Kfz-Versicherung in vollem Umfang, so eine repräsentative Umfrage im Auftrag des neuen digitalen Finanzportals Joonko.
Immerhin: Gefragt nach ihrer Meinung zu Telematiktarifen, gibt über die Hälfte der Befragten an, Vergünstigungen erreichen zu können. Und die Aussicht auf Rabatte bleibt ein wichtiger Wechseltreiber im preissensiblen Kfz-Geschäft.

Vorbehalte gegen Telematiktarife

Allerdings bleiben auch Vorbehalte gegen Telematiktarife: So bezweifeln 64 Prozent der Befragten, dass ihr Fahrstil akkurat gemessen werden kann, und 60 Prozent befürchten, dass die erhobenen Daten gegen sie verwendet werden könnten. Auch die Angst vor Überwachung besteht unter den Deutschen – am größten ist die Skepsis mit 80,6 Prozent in Thüringen.

Kernergebnisse der Umfrage Kfz-Versicherung 2019 - Alle Umfrageergebnisse auf Joonko.de.

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