Hausrat: 3 Gründe für das Makler-Jahresgespräch

Berater Versicherungen von Florian Burghardt

Die Hausratversicherung gilt als einfaches Produkt, das Kunden auch gerne direkt beim Versicherer oder über Vergleichsportale abschließen. Doch eine aktuelle Umfrage offenbart großen Beratungsbedarf beim Schutz des Hab und Guts.

Das Jahresgespräch mit dem Makler sollte für viele Kunden ein fixer Termin im Kalender sein. Denn laut einer Umfrage gibt es zum Beispiel in der Hausratversicherung viele offene Fragen bei den Verbrauchern.

Das Jahresgespräch mit dem Makler sollte für viele Kunden ein fixer Termin im Kalender sein. Denn laut einer Umfrage gibt es zum Beispiel in der Hausratversicherung viele offene Fragen bei den Verbrauchern. Bild: Pixabay

Sind Versicherungsmakler eigentlich rechtlich zu einem Jahresgespräch mit ihren Kunden verpflichtet? Diese Frage wurde aus juristischer Sicht bereits beantwortet. Dass es aber – unabhängig von juristischem Druck – auch viele andere gute Gründe für einen regelmäßigen Austausch mit den Kunden gibt, zeigt eine aktuelle Umfrage.

Diese deckt auch lange nach dem Vertragsabschluss einen konstanten Beratungsbedarf bei vielen Hausratversicherten auf. Für die Erhebung hat das Hamburger InsurTech Helden.de insgesamt 1.034 Bundesbürger/innen ab 18 Jahren befragt. Laut den Studienautoren sind die Umfrageergebnisse repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

3 gute Gründe für ein Jahresgespräch

  • Diese besagen, dass 70 Prozent der Befragten nicht in der Lage sind, den Neuwert ihres gesamten Hausrats auf einen exakten Euro-Betrag zu bestimmen. Eine Situation, derer sich aber niemand schämen sollte. Denn eine gute Hausratversicherung sollte stets den Neuwert ersetzen und die Versicherungssumme über eine vereinbarte Dynamik mitwachsen, um beispielsweise steigende Marktpreise, auch aufgrund Inflation, auszugleichen. Dass die Versicherungssumme auf Basis des Hausrat-Neuwerts richtig ermittelt wird, gehört zudem zu den Leistungen des Vermittlers. Allein schon, damit hier keine Missverständnisse auftreten, lohnt sich ein jährlicher Besuch beim Kunden.

  • Laut der Helden-Umfrage glauben 44 Prozent der Deutschen, dass sie entweder überhaupt nicht hausratversichert sind, dass sie „gefühlt“ unterversichert sind oder sie haben starke Zweifel daran, dass die Leistungen ihrer Hausratversicherung ausreichend Schutz bieten. Hier wird persönliche Beratung und Betreuung dringend benötigt, um Licht ins Dunkel zu bringen und über den bestehenden Schutz und mögliche Leistungserweiterungen aufzuklären.

  • Außerdem gaben 29 Prozent der Befragten an, ihre bestehenden Versicherungen „eigentlich nie“ auf möglichen Aktualisierungsbedarf zu überprüfen. Weitere 32 Prozent tun dies nur alle 2 Jahre oder noch seltener. Dabei kann innerhalb eines Jahres viel passieren. Einkommen, Familienstand und Freizeitgestaltung sind hier allgemeine Schlagworte. Speziell auf die Hausratversicherung bezogen gilt es zum Beispiel regelmäßig zu klären, ob man sich ein teures Fahrrad zugelegt hat, die Entschädigungsgrenze für Überspannungsschäden aufgrund viel teurer Technik erhöht werden sollte oder man plötzlich zu Wertsachen gekommen ist, die sich in der Wohnung befinden.
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