Commerzbank: Massiver Stellenabbau erhält Gegenwind

Panorama von Florian Burghardt

Kritik an den Plänen der Commerzbank kam direkt von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Sie lehnt einen Personalabbau im Vertrieb und damit am Kunden rigoros ab. "Gegen einen Personalabbau im Filialbereich sprechen wir uns ganz entschieden aus", erklärte Stefan Wittmann, bei ver.di für die Commerzbank zuständiger Gewerkschaftssekretär. "Es gibt keinerlei Einsparpotenzial in den Filialen. Deshalb fordern wir den Commerzbank-Vorstand auf, das vorhandene Personal so auf die verbleibenden Filialen zu verteilen, dass personelle Engpässe, ständige Vertretungen und kurzfristige Filialschließzeiten künftig deutlich seltener vorkommen und damit auch die Belastungen für die Beschäftigten deutlich sinken."

Sozialverträgliche Lösungen hätten in einem solchen Fall oberste Priorität, heißt es weiter von Seiten der Gewerkschaft. Dafür fordert sie von der Commerzbank vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und Fortbildungsmaßnahmen, um die Beschäftigten für künftig entstehende neue Stellen und Aufgaben zu qualifizieren. Das grundsätzliche Festhalten an einem bundesweit flächendeckenden Filialnetz, sowie die Integration der Comdirect und den Verkauf der polnischen mBank begrüßt ver.di hingegen.

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