SHUK-RS: So selten sind Singles versichert

Berater von Florian Burghardt

Die Anzahl der deutschen Single-Haushalte steigt. Was aber nicht mitwächst, ist die Versicherungsdichte der Alleinlebenden. In welchen Komposit-Sparten das größte Beratungspotenzial herrscht, lesen Sie hier.

Immer mehr Menschen in Deutschland leben allein – und haben Lücken im Versicherungsschutz.

Immer mehr Menschen in Deutschland leben allein – und haben Lücken im Versicherungsschutz. Bild: Pixabay

In Deutschland gibt es immer mehr Single-Haushalte. Ihre Anzahl ist seit den 90er Jahren konstant angestiegen und liegt mittlerweile, laut Statistischem Bundesamt – bei 16,81 Millionen. Damit machen sie etwa 41 Prozent der insgesamt 40,6 Millionen deutschen Haushalte aus.

Ein Blick auf den Versicherungsschutz verrät: Die größte Haushaltsgruppe ist zugleich die am schlechtesten versicherte. Denn nicht nur bei der durchschnittlichen Quote von abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherungen pro Haushalt liegen die Singles auf dem letzten Platz. Auch im Komposit-Bereich haben viele eine Lücke.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf Basis der aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts. Für diese werden alle fünf Jahre rund 60.000 Haushalte in Deutschland insbesondere zu ihrer Einkommens-, Vermögens- und Schuldensituationen befragt.

Großes Potenzial im Komposit-Bereich

Hochgerechnet auf die Gesamtheit der deutschen Haushalte zeigt sich, dass Haushalte von Paaren mit Kindern in den meisten Sparten die höchste Versicherungsdichte aufweisen. Die Verbreitung der verschiedenen Policen hat bei den Alleinlebenden hingegen noch das größte Potenzial.

Versicherungsdichte von Alleinlebenden pro Sparte

  • Private Haftpflichtversicherung: 73,3 Prozent (Durchschnitt aller Haushalte: 82,8 Prozent)

  • Kfz-Versicherung: 67 Prozent (80,9 Prozent)
                                       
  • Hausratversicherung: 67,1 Prozent (75,7 Prozent)
                                
  • Rechtsschutzversicherung: 34,6 Prozent (46,3 Prozent)
                             
  • Unfallversicherung: 31,2 Prozent (41,5 Prozent)                         

Ein großer Anteil der Alleinlebenden sind junge Menschen zwischen 19 und 39. Viele von ihnen lassen sich der Generation Y zurechnen. Was ihnen bei Versicherungs- und Finanzprodukten wichtig ist und wie Vermittler am besten auf sie zugehen, haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.

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