Schaden/Unfall: Was im Gewerbebereich am besten läuft

Berater Versicherungen Top News von Detlef Pohl

Die Top-3-Anbieter beim Umsatz der Makler

Das meiste Geschäft geht laut Studie in beiden Kategorien an die VHV, bei der Betriebs-/Berufshaftpflicht gefolgt von R+V und Allianz. Bei den gewerblichen Sachversicherungen folgt auf VHV die Allianz vor R+V. Im vergangenen Jahr haben 95,5 Prozent der Makler Betriebs-/Berufshaftpflichtpolicen vermittelt (Vorjahr: 95,3 Prozent) und 86,5 Prozent Sachversicherungen (Vorjahr: 92,2 Prozent). Beides ist 2018 leicht rückläufig gewesen - siehe Grafik.

Auch andere Teilsparten büßen nach Ansicht der Makler weiter an Boden ein, etwa gewerblicher Rechtsschutz (von 70 auf 67,1 Prozent), technische Versicherungen (von 57,2 auf 52,3 Prozent) oder Gruppenunfallversicherungen (von 27 auf 22,5 Prozent). Selbst Cyberpolicen nehmen nur langsam an Bedeutung zu (von 26,1 auf 27,5 Prozent).

Beim Umsatztrend für die kommenden ein bis drei Jahre sehen 79,3 Prozent der Makler bei Cyberversicherungen „viele bessere“ oder „eher bessere“ Chancen (Vorjahr: 86,5 Prozent). Weit abgeschlagen in der Prognose folgen dann Betriebs- und Berufshaftpflicht (56,8 Prozent), Sachversicherungen (56,1 Prozent der Nennungen; Mehrfachnennungen erlaubt) und D&O-Versicherungen (53,8 Prozent).

Umworbene Branchen und Online-Vergleichsrechner

Im Fokus der unabhängigen Vermittler beim Gewerbegeschäft stehen deutlich wachsendem Abstand Freiberufler (55,6 Prozent), Handwerk (46,7 Prozent), Dienstleister (42,2 Prozent) und Handel (28,9 Prozent). Produzierendes Gewerbe (27 Prozent) und Landwirte (13 Prozent) mussten nach Zuwächsen im Vorjahr diesmal Einbußen hinnehmen.

Obwohl der Konditionenvergleich im Gewerbegeschäft schwierig ist, arbeiteten im Vorjahr fast zwei Drittel der Makler mit einem Online-Vergleichsrechner. 38 Prozent nutzen Online-Rechner der Versicherer, Tendenz stark fallend. Am meisten frequentiert wurden 2018 die Online-Vergleichsrechner Gewerbeversicherung24 (51,9 Prozent und damit mehr als verdoppelt), Fonds Finanz (36,5 Prozent) und „Gewerbelotse“ von Softfair (34,6 Prozent).

Mit deutlichem Abstand folgen Vema (18,3 Prozent nach zuvor 27,3 Prozent), blau direkt (14,4 Prozent), „Finanzchef24.de“ (13,5 Prozent nach zuvor 23,6 Prozent) und Finanzchecks (3,8 Prozent). Allerdings sind die Zahlen bei nur gut 100 Befragten, die zudem mehrere Rechner nennen durften, mit Vorsicht zu genießen.

Seite 1: Produkte und Preis-Leistungs-Verhältnis entscheiden
Seite 2: Die Top-Anbieter in den größten beiden Gewerbesparten
Seite 3: Assekurata beleuchtet betriebswirtschaftliche Aspekte

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare