Offene Immobilienfonds: Renditegaranten im Nullzinsland

Investmentfonds Top News von Stefan Terliesner

Neue Fonds im Angebot

Einige Fonds arbeiten derzeit mit Kontingenten und sind nur teilweise investierbar. Fünf Fonds sind für Anleger verfügbar. Laut Scope hielten OIFs Ende 2018 Liquidität um Umfang von rund 18 Milliarden Euro. Das ist eine Menge „Holz“. Die vier Fondsschwergewichte sitzen auf den meisten freien Mittel: UniImmo Deutschland 24,4 Prozent, Hausinvest 21,9 Prozent, UniImmo Europa 19,7 Prozent und Deka-Immobilien Europa 18,7 Prozent.

Das große Interesse der Anleger an OIFs hat seit 2015 nicht nur zu Mittelzuflüssen, sondern auch zur Auflage neuer Fonds geführt. Beispiele sind der Swiss Life Living and Working sowie der Fokus Wohnen Deutschland. Als ein Geldmagnet erweist sich der neue UniImmo Wohnen ZBI, der laut Anbieter in gut zwei Jahren bereits 3,1 Milliarden Euro einsammeln konnte. ZBI steht übrigens für den Namen des Kooperationspartners Zentrale Boden Immobilien AG. Währen Union Investment insbesondere auf die 875 Volks- und Raiffeisenbanken zurückgreifen kann, müssen Wettbewerber wie Frankfurter KanAm Grund ohne eigenes Vertriebsnetz auskommen. Immerhin kommt der Leading Cities Invest aber auf ein Volumen von 377 Millionen Euro. Sobald ein Fonds ein dreistelliges Millionenvolumen erreicht hat, wird er für Vertriebsorganisationen interessant.

Erfolg hängt am Zinsniveau

In den Startlöchern steht der Habona Nahversorgungsfonds Deutschland. Investitionsschwerpunkte sind Lebensmittelmärkte, Kindergärten und Stadtteilquartiere. Bis 2024 soll der Fonds 500 Millionen schwer sein. Die Zielrendite gibt Habona Invest mit 3,5 Prozent an. Guido Küther, Chef der Kapitalanlagegesellschaft will mit seinen „sehr guten Kontakten zu den Lebensmitteleinzelhändlern“ punkten. Noch in diesem Jahr wollen weitere Fonds von anderen Anbietern Kundengelder einsammeln und es dann in Immobilien anlegen. Die neuen Fonds kommen allerdings in einer Hochpreisphase an den Markt. Noch nie waren Immobilien in Deutschland so teuer. So lange das Zinsniveau im Keller bleibt, sollten Betongold zumindest nicht im Preis fallen. Erst ein deutlich steigendes Zinsniveau würde zu Mittelabflüssen aus den Fonds führen. Dann wären OIFs im Vergleich zu klassischen Zinsprodukten unattraktiver.

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