Nach Generali Run-off: AfW und BdV wollen Kundenrechte stärken

Berater Top News Versicherungen von Florian Burghardt

Beim AfW betont man, dass die nun formulierten Forderungen auch die Beratungskompetenz von Maklern in Stellung bringen würden. Denn Versicherte, die mit ihrem Vertrag von einer Run-off-Plattform zu einer anderen beziehungsweise zu einem anderen Lebensversicherer wechseln möchten, hätten dabei sicher Beratungsbedarf.

Als Entlohnung für solche Wechsel-Beratungen könnten Vermittler die noch nicht getilgten Abschluss- und Vertriebskosten aus den jeweiligen Verträgen erhalten, so der Vorschlag. Aber auch eine alternative Vergütung wäre denkbar, zum Beispiel über Honorar.

Generali-Deal als schlechtes Vorbild

Als Ansporn für ihre gemeinsamen Forderungen nach verbesserten Kundenrechten nennen die beiden Parteien den Verkauf der Generali Lebensversicherung an den Run-off-Spezialisten Viridium. Davon allein sind rund 4 Millionen Versicherte betroffen. Aus der Branche gab es damals zahlreiche kritische Wortmeldungen für den Verkauf, wie etwa von maxpool-Chef Oliver Drewes. „Wir erwarten nach dem Generali-Deal weitere Run-Offs und damit viele Millionen weiterer Betroffener“, so Kleinlein. Laut BdV und AfW würden die aktuellen Erfahrungswerte dokumentieren, dass diese Verträge in Sachen Service, Leistungen oder Überschussbeteiligung schlechter bedient werden. Auch die BaFin-Beschwerdequoten fallen bei Run-off-Plattformen seit Jahren schlechter aus als bei klassischen Anbietern.

Ihre konkreten Forderungen haben BdV und AfW in diesem Eckpunktepapier zusammengefasst. Inwiefern diese in Zukunft den Weg in Gesetzgebung und Versicherungsbranche finden werden, bleibt abzuwarten.

Seite 1: Verbesserung von Kundenrechten gefordert
Seite 2: AfW sieht Chancen für Makler

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