Krypto-Karussell dreht sich immer schneller

Sachwerte Top News von Nina Bärschneider

Blockchain: Bahnbrechende Innovation

Nicolas Biagosch, Partner des Kryptospezialisten Postera Capital, ist überzeugt von Digitalinvestments: „Kryptoassets basieren auf einer absolut bahnbrechenden Innovation: der Blockchain“, sagt er und erklärt: „Anlagen, die in der Blockchain hinterlegt sind, können nicht kopiert oder verändert werden. Es liegt ein digitaler Fingeraufdruck auf jedem Asset, sodass immer klar ist, wem es gehört – das gilt auch für den Bitcoin.“ Postera Capital vertreibt den „Postera Fund – Crypto I“, der in verschiedene Kryptoanlagen investiert. Im vergangenen Jahr ist der Kurs des Fonds stark eingebrochen. Das lag laut Biagosch vor allem an einer Überbewertung des Kryptomarkts, was letztendlich in einen Crash mündete. „Neue Technologien entstehen nun einmal immer in Hype-Zyklen“, sagt Biagosch. In diesem Jahr sei Bitcoin wieder der große Gewinner.

Bitcoin: Gewinner 2019

Seit Jahresbeginn hat die bekannteste Kryptowährung ihren Kurs verdreifacht, derzeit notiert der Bitcoin bei knapp 10.000 US-Dollar. Inzwischen springen selbst große Spieler wie Fidelity auf den Krypto-Zug auf. Der US-Vermögensverwalter plant in diesem Jahr einen eigenen Handelsdienst für Kryptowährungen. Das Bitcoin Trading Desk soll nur institutionellen Anlegern zugänglich sein. Die US-Bank JP Morgan hat einen Prototyp für eine eigene Digitalwährung erstellt, den „JPM Coin“, und macht derzeit erste Testversuche. Hierzulande gibt es bereits eine mobile App für den Kryptohandel: Über die Bison-App der Börse Stuttgart können private und institutionelle Anleger mit Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple handeln. Und die CDU/CSU-Fraktion hatte zuletzt mit dem Gedanken an ein digitales staatliches Geld namens „E-Euro“ gespielt – wenngleich die Bundesbank diese Pläne scharf kritisierte.

Kryptowährung als Risikoausgleich

Immer mehr Anlageprofis empfehlen inzwischen sogar, Kryptoanlagen zum Risikoausgleich ins Portfolio beizumischen. Denn Bitcoin und Co. korrelieren – ähnlich wie Gold und Öl – nur wenig mit den traditionellen Anlageklassen. Timo Emden, Chef des Krypto-Analysehauses Emden, rät jedoch zur Vorsicht: „Aufgrund des hohen Risikos bei Kryptowährungen sollte der Teil im Portfolio äußerst geringgehalten werden.“ Vor dem Hintergrund der hohen Volatilität seien digitale Assets für risikoaverse Anleger nicht geeignet.

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