Krypto-Karussell dreht sich immer schneller

Sachwerte Top News von Nina Bärschneider

Die meisten Banken und Politiker haben Kryptowährungen lange mit Skepsis beäugt. Inzwischen sehen selbst etablierte Finanzinstitute nun in Digitalwährungen Potential. Das könnte Bitcoin und Co. salonfähig machen.

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Das Kryptokarussell nimmt mächtig Fahrt auf. Doch Totalverlust bleibt möglich. Bild: shutterstock.com

In der Welt der Kryptowährungen gehören bahnbrechende Neuigkeiten fast zum Alltag. Der jüngste Aufreger: Facebook will im Jahr 2020 seine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen, den Libra-Coin. Internetnutzer sollen sich damit gegenseitig Geld schicken und Einkäufe bezahlen können. „Mit dem Libra-Projekt werden alternative Währungsmodelle gesellschaftsfähig“, sagt Hendrik Leber, Chef des Vermögensverwalters Acatis. Künftig könnte man so womöglich Kryptowährungen im Tausch gegen persönliche Daten erwerben. „Ab diesem Punkt sind Kryptowährungen breit akzeptiert“, prophezeit Leber.

Volatilität schreckt ab

Tatsächlich gewinnen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Litecoin immer mehr Achtung unter Anlegern. Gleichzeitig zeigen sich viele Markteilnehmer skeptisch: Die hohe Volatilität der digitalen Assets schreckt sie ab. Experten warnen vor starken Übertreibungen. Wer Ende des Jahres 2017 in Bitcoin investiert hatte, dürfte viel Geld verloren haben: Lag der Bitcoin damals bei fast 20.000 US-Dollar, war er Anfang dieses Jahres noch nicht einmal ein Fünftel davon wert.

Doch das Potenzial digitaler Assets überzeugt immer mehr wichtige Spieler am Markt. Rund 22 Prozent der institutionellen Investoren legen bereits in digitalen Assets an, fand eine aktuelle Studie des US-Vermögensverwalters Fidelity heraus. Mit 72 Prozent setzen die meisten der mehr als 400 befragten US-Investoren auf Investmentprodukte, die digitale Anlagen enthalten. 57 Prozent wollen direkt in Kryptoanlagen investieren.

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