BU-Serie (III): Warum Beitragsfreiheit für Altersvorsorge im BU-Fall wichtig ist

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Die Qualität einer BU-Versicherung zeigt sich erst im Leistungsfall. Daher sind die Bedingungen so wichtig. Hinweise für Makler gibt der BU-Sachverständige Bert Heidekamp in einer Serie. Heute: Beitragsfreiheit von Altersvorsorgeverträgen im BU-Fall.

Um die Alters- und Gesundheitsvorsorge nicht zu gefährden, sollte bei diesen Verträgen eine Beitragsbefreiung für den BU-Fall eingebaut werden, rät Makler und BU-Sachverständiger Bert Heidekamp.

Um die Alters- und Gesundheitsvorsorge nicht zu gefährden, sollte bei diesen Verträgen eine Beitragsbefreiung für den BU-Fall eingebaut werden, rät Makler und BU-Sachverständiger Bert Heidekamp. Bild: Pohl

„Die Beitragsbefreiung im BU-Fall ist zum Schutz der Altersvorsorge zwingend nötig“, sagt Versicherungsmakler Bert Heidekamp, zugleich Analyst sowie erster vom Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter (BDSF) geprüfter und zertifizierter Sachverständiger für BU-, Unfall- und Pflegeversicherungen. Dabei gehe es nicht um Beitragsbefreiung der BU-Versicherung bei Berufsunfähigkeit, sondern um die Beitragsbefreiung von Altersvorsorgeverträgen. Das kostet monatlich ungefähr fünf bis 15 Euro zusätzlich - abhängig vom Alter, Monatsbeitrag des Altersvorsorgevertrages und Beruf.

Heidekamp ist auch Inhaber der Online-Plattform fairtest.de, die Versicherungsbedingungen analysiert und bewertet, so zuletzt auch die Beitragsfreiheit bei Altersvorsorgeverträgen im BU-Fall (ohne Gesundheitsfragen). „Bei Vermittlern besteht überwiegend der Wunsch, einfache Lösungen für die Absicherung von Vorsorgeverträgen zu nutzen“, weiß Heidekamp. Deswegen hat er den Markt vor allem nach einfachen Lösungen sondiert.

Einfache Beitragsfreiheit bei Altersvorsorge im BU-Fall

Hintergrund: Bei der Vermittlung von Altersvorsorgeverträgen wird häufig der Aufwand gescheut, die Beitragsfreiheit des Altersvorsorgevertrages im BU-Fall mit abzusichern. Unfälle, Vorerkrankungen, riskanter Beruf oder gefährliche Hobbies können zu Ablehnungen, Ausschlüssen und Risikozuschlägen für diesen Baustein führen. „Daher bedarf es am besten einer einfachen Regelung“, so der Analyst. Die Angebote ließen sich pauschal in drei Gruppen einteilen:

  1. Dynamik des Sparanteils: Für die Beitragsfreiheit im BU-Fall wird eine vereinbarte Dynamik für den Sparanteil übernommen. Die Alte Leipziger bietet das seit vielen Jahren mit einer Beitrags-Dynamik von bis 10 Prozent für den Sparanteil an, allerdings müssen alle Gesundheitsfragen für den BU-Schutz beantwortet werden. Ganz neu bietet seit Juli auch die Condor Lebensversicherung diese Möglichkeit (BU-Airbag).

  2. Vereinfachte Gesundheitsfragen: Es gibt einige Versicherer, die vereinfachte Gesundheitsfragen bei Beantragung der Beitragsfreiheit im BU-Fall anbieten. „Je nach Anbieter kann der Berater auch einige Details aushandeln, was jedoch vom Umsatz oder einem bestimmten Kollektiv abhängig gemacht wird“, so Heidekamp.

  3. Ohne Gesundheitsfragen: Es gibt nur sehr wenige Versicherer, die Beitragsfreiheit im BU-Fall anbieten, ohne Gesundheitsfragen zu stellen. Dafür wird dann eine Wartezeit von drei Jahren vereinbart und der zu zahlende Beitrag maximiert (meist 250 Euro Monatsbeitrag). Es gibt zum Teil auch abweichende Versicherungsbedingungen, die nicht die kompletten BU-Leistungen anbieten wie in einem Vertrag mit Gesundheitsfragen, sondern weniger Leistung. Tritt die BU während der Wartezeit ein, erlischt in der Regel der Versicherungsvertrag.

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