Bedeutung des Maklerberufs wird zunehmen

Berater von Beatrix Altmann

In Zeiten von drohender Altersarmut und höheren Risiken durch schädliche Umwelteinflüsse wird der Maklerberuf an Bedeutung gewinnen, ist sich Konrad Schmidt, bbg-Geschäftsführer und Initiator des Jungmakler Awards sicher. Im Interview erklärt er warum der Jungmakler Award so wichtig für die gesamte Branche ist.

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Konrad Schmidt (bbg-Geschäftsführer) ist auch Initiator des Jungmakler Awards. Warum der Preis so wichtig ist, erläutert er im Interview. Bild: DKM - Die Leitmesse

procontra: Der Endspurt für den diesjährigen Jungmakler Award läuft; die Nominierten stehen fest. Welche Anforderungen mussten erfüllt werden, um daran teilzunehmen?

Konrad Schmidt: Jede Bewerbung, jedes Konzept sind willkommen. Allerdings liegt es in der Natur der Sache, dass wir eine Altersbegrenzung haben. Diese liegt bei 39 Jahren. Zudem gibt es formale Anforderungen dahingehend, dass der Bewerber natürlich über die erforderlichen gewerberechtlichen Zulassungen verfügen muss. Eine weitere Teilnahmevoraussetzung ist: Gründung oder Erwerb des Maklerunternehmens in den letzten fünf Jahren.

procontra: Der Jungmakler Award geht in die neunte Runde – was war die Intention, ihn ins Leben zu rufen?

Schmidt: Die Versicherungsbranche, und hier gerade der Vertrieb, tun sich in Sachen Image sehr schwer. Die breite Öffentlichkeit hat immer noch die Skandale der letzten Jahre vor Augen. Mit unserer Initiative wollen wir zeigen, dass es auch anders geht. Wir verfügen über einen gut ausgebildeten und strukturiert arbeitenden Nachwuchs! Und dieser leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Die jungen Makler sorgen dafür, dass die Bevölkerung in Sachen Altersvorsorge und Risikovorsorge mit passenden Produkten ausgestattet wird. Darüber hinaus möchten wir den Jungmaklern den Einstieg in die Branche erleichtern und sicherstellen, dass sie diesen Weg auch weitergehen.

Jungmakler: Wie Gewinner ermittelt werden

procontra: Wird es zum Jubiläum im nächsten Jahr einige Änderungen geben?

Schmidt: Im nächsten Jahr steht die Verleihung des zehnten Jungmakler Awards an – und das ist natürlich etwas ganz Besonderes. Es ist immer sehr aufregend, auch für uns Jurymitglieder, wenn die Bewerbungsunterlagen quasi zum Leben erweckt werden und wir die Persönlichkeiten, die hinter jeder Bewerbung stecken, endlich live erleben.

procontra: Wie läuft das Casting in der Regel ab – und worauf sollten die Bewerber achten?

Schmidt: Die Teilnehmer präsentieren sich als Person und das Unternehmen der Jury zehn Minuten. Danach stellen die Jury-Mitglieder 15 Minuten lang Fragen. Diese betreffen das Geschäftskonzept, aber auch fachliche Fragen fließen beim Casting mit ein. Nach den Regio-Castings werden die Finalisten zu einem sogenannten Bundes-Casting eingeladen, bei dem sich die zehn Vorstände einen ganzen Tag Zeit nehmen und die Bewerber intensiv beleuchten. Hier werden dann die Gewinner ermittelt.

procontra: Auf die Top 3 wartet unter anderem ein Preisgeld von 18.000 Euro – doch es werden noch weitere Preise ausgelobt. Welche sind das zum Beispiel?

Schmidt: Neben den Geldpreisen erhalten die Gewinner auch ein tolles Media- und Weiterbildungspaket, einen Bildungsgutschein der Deutschen Makler Akademie, die Finanzierung eines Hochschulstudiums vom Campus Institut, Entwicklungstage beim Institut Ritter und vieles mehr. Uns ist es wichtig, dass sich die jungen Unternehmer weiterentwickeln und ihr Unternehmen auch noch die nächsten Jahrzehnte erfolgreich führen. Unsere Preise und unser Netzwerk sollen hierbei unterstützen.

procontra: Wenn Sie zurückschauen – welches Konzept oder welche Unternehmensidee hat Sie ganz besonders begeistert?

Schmidt: Ehrlich gesagt bin ich jedes Mal begeistert, wenn ich die Jungmakler bei den Castings oder anderen Veranstaltungen erlebe. Sie sind sehr gut ausgebildet, wissbegierig, denken teamorientiert, möchten sich vernetzen, haben ihre Prozesse im Griff und leben den Beruf des Maklers mit voller Leidenschaft. Jeder Dialog mit Jungmaklern ist erfrischend – und das begeistert mich ganz besonders.

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