Basler kündigt laufende Verträge

Versicherungen von Florian Burghardt

Wie die Stiftung Warentest heute mitteilt, kündigt die Basler alle ihre Kinderinvaliditäts-Versicherungen. Wie viele Verträge betroffen sind, welche Gründe es dafür gibt und welche Alternativen die Verbraucherschützer nun empfehlen.

Schluss. Aus. Ende. Bei der Basler trennt man sich von rund 4.000 Kinderinvaliditäts-Versicherungen.

Schluss. Aus. Ende. Bei der Basler trennt man sich von rund 4.000 Kinderinvaliditäts-Versicherungen. Bild: Basler

Die Basler Versicherungen ziehen sich aus dem Geschäftsfeld der Kinderinvaliditäts-Versicherungen zurück. Darauf hat heute die Stiftung Warentest hingewiesen. Konkret geht es um die „Junior Schutz Plus“-Tarife des Versicherers. Diese schützen mit einer lebenslangen Rente beziehungsweise einer Einmalzahlung gegen die finanziellen Folgen von unfall- oder krankheitsbedingter Invalidität beziehungsweise Behinderung.

Die ersten Kündigungen durch die Basler werden bereits jetzt wirksam. Hinziehen werden sich die Vertragsaufhebungen über die nächsten vier Jahre, da für die Policen bei Abschluss eine Vertragslaufzeit von bis zu fünf Jahren vereinbart werden konnte. Betroffen sind rund 4.000 Verträge.

Trennung vom „kostenintensiven Spezialsegment“

Zur Begründung zitieren die Verbraucherschützer in ihrer Mitteilung den Basler-Pressesprecher Thomas Klein: „Wir haben uns entschieden, uns frühzeitig von kostenintensiven Spezialsegmenten mit sehr geringem Volumen zu trennen.“ Bestehende Verpflichtungen werden aber natürlich fortgeführt.

Die Stiftung Warentest spricht gleichzeitig Tipps für Versicherungsnehmer aus, die von den Kündigungen betroffen sind. Denn aus Sicht der Verbraucherschützer ist die Auswahl an guten Kinderinvaliditäts-Versicherungen gering. In ihrem letzten Test solcher Deckungskonzepte konnten nur die Produkte der Basler und der WGV mit dem Testurteil „gut“ abschneiden. Allerdings liegt diese Prüfung schon fünf Jahr zurück. Eltern wird deshalb geraten, sich auch Angebote anderer Versicherer einzuholen.

In einer Unfallversicherung als Alternative zur Kinderinvaliditäts-Versicherung sehen die Verbraucherschützer nur einen schwachen Ersatz, der aber „besser als nichts“ sei. Jedoch würden bei dieser Beeinträchtigungen in Folge von Krankheiten komplett wegfallen. Die Stiftung Warentest empfiehlt darüber hinaus, über eine Pflegetagegeldversicherung für Kinder nachzudenken.  

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