Angst vor Arbeitsunfähigkeit treibt Deutsche um

Berater von Michael Fiedler

Worüber sich Deutsche Sorgen machen, zeigte eine Studie der Gothaer. Die Angst vor Arbeitsunfähigkeit dominiert dabei. Welche Ursachen dafür, den eigenen Beruf nicht mehr ausüben zu können, besonders gefürchtet werden.

Arbeitsunfähigkeit Rente_Deutsche Sorgen

Frauen zeigen sich besorgter als Männer, wenn es um die eigene Arbeitsfähigkeit und den Ruhestand geht. Bild: shutterstock.com

„Welche Entwicklungen bereiten Ihnen in Bezug auf das eigene Leben Sorgen?“ – Nichts weniger wollte die Gothaer Versicherung wissen und beauftragte forsa damit, zu untersuchen, wie das Meinungsbild der Deutschen dazu aussieht.

Angst vor Arbeitsunfähigkeit dominiert

Die Sorge, den eigenen Beruf nicht mehr ausüben zu können, beschäftigt die Mehrheit der Befragten (67 Prozent). Befürchtet wird, dass Krankheit (34 Prozent) und Überforderung (23 Prozent) dafür verantwortlich sind. Dass Rücklagen und Rente im Alter nicht ausreichen, um den Lebensstandard zu halten, fürchten 56 Prozent der Befragten. Der mögliche Verlust eines Angehörigen bereitet knapp der Hälfte der Befragten Sorge.

Ängste: Bei Frauen ausgeprägter

Differenziert man die Ergebnisse nach Geschlecht der Befragten, zeigt sich, dass die Ängste in Sachen Arbeitsunfähigkeit besonders ausgeprägt sind. Insgesamt 68 Prozent befürchten, ihren Beruf wegen Krankheit (39 Prozent) oder Überforderung (29 Prozent) nicht mehr richtig ausüben zu können. Bei Männern sind diese Befürchtungen mit insgesamt 49 Prozent, aufgeteilt in Krankheit (30 Prozent) und Überforderung (19 Prozent) deutlich geringer ausgeprägt.

Frauen scheinen sich dem höheren Risiko von Altersarmut bewusst zu sein. 64 Prozent der befragten Frauen haben die Befürchtung, dass Rente oder Rücklagen im Alter nicht ausreichen, bei den Männern sind es mit 49 Prozent deutlich weniger. Auch die Angst vor dem Verlust eines nahen Angehörigen bereitet 61 Prozent der Frauen (sehr) große Sorgen, bei den Männern geben das 42 Prozent an. Ebenso bereitet die Sicherheit der Ersparnisse mehr Frauen (44 Prozent) als Männern (40 Prozent) Kopfzerbrechen.

Arbeitsplatzverlust: Kaum Sorgen

Wenig Sorgen bereitet den Befragten ein möglicher Verlust des Arbeitsplatzes, nur 16 Prozent haben hier (sehr) große Sorgen. Da ist die Angst, dass man sich das Auto nicht mehr leisten kann, noch etwas ausgeprägter – hier machen sich 20 Prozent der Befragten (sehr) große Sorgen. Hier sind Frauen mit 21 Prozent stärker als der Durchschnitt vertreten. Der drohende Verlust des Partners wegen einer möglichen Trennung lässt die Befragten ziemlich kalt, 88 Prozent machen sich hierüber keine Sorgen.

Zur Studie

forsa Politik-und Sozialforschung GmbH hat im Auftrag der Gothaer Versicherung vom 13. bis 26. Juni 2019 eine repräsentative Befragung zum Thema „Arbeitskraftabsicherung“ durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.001 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte abhängig Beschäftigte in Deutschland befragt, darunter jeweils zur Hälfte Befragte, die einer vorwiegend körperlichen Tätigkeit nachgehen bzw. die einer nicht vorwiegend körperlichen Tätigkeit nachgehen.

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