Zahnzusatz-Schutz: Hier ist der Bedarf am größten

Berater von Florian Burghardt

Immer mehr gesetzlich Versicherte schließen eine Zahnzusatzversicherung ab. Allerdings ist der Bedarf in manchen Bundesländern deutlich höher als in anderen. Das zeigt eine Studie der Barmer. Wo Makler besonders gute Argumente haben.

Doch in manchen Bundesländern müssen gesetzlich Krankenversicherte dafür tiefer in die Tasche greifen als in anderen. Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung könnten sie einiges an Geld sparen.

Jeder hätte gerne schöne, gesunde Zähne. Doch in manchen Bundesländern müssen gesetzlich Krankenversicherte dafür tiefer in die Tasche greifen als in anderen. Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung könnten sie einiges an Geld sparen. Bild: Pixabay

Derzeit wird in der Politik über eine weitere Kürzung der gesetzlichen Krankenkassenleistungen diskutiert. Nicht zum ersten Mal. Denn in den letzten 30 Jahren wurden die GKV-Leistungen in mehreren Etappen immer wieder reduziert.

Immer mehr gesetzlich Versicherte reagieren darauf mit dem Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung. Laut vorläufigen Daten des PKV-Verbands stieg die Zahl dieser Verträge im Laufe des Jahres 2018 um 473.400 auf knapp 20,1 Millionen. Großen Anteil an dieser Entwicklung haben Zahnzusatzversicherungen. Ihr Bestand kletterte um 342.900 nach oben, auf ziemlich genau 16 Millionen Policen.

Die Nachfrage nach privatem Zahnzusatz-Schutz als Ergänzung zur GKV ist also da. In manchen Regionen und Bundesländern dürfte der Bedarf nach dieser Absicherung aber deutlich höher sein als in anderen. Diesen Schluss legt der aktuelle Zahngesundheitsatlas der Barmer-Krankenkasse nahe. Dafür wurden die vertragszahnärztlichen Versorgungsdaten der rund 9,4 Millionen Barmer-Versicherten für das Jahr 2017 ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass bei der Höhe des vom Versicherten zu zahlenden Eigenanteils für Zahnersatz enorme geographische Unterschiede bestehen.

Hier dürften sich Makler mit Abschlüssen leicht tun

Beispielsweise liegt der durchschnittliche Eigenanteil für Kronen, Brücken und Co. in Sachsen-Anhalt bei 628 Euro pro Person. In Bayern sind es hingegen 1.228 Euro und damit fast das Doppelte. Im Bundesdurchschnitt kostet Zahnersatz 2017 pro Person 1.524 Euro. In Niedersachsen war er mit 1.877 Euro am teuersten. Davon mussten die Niedersachsen im Schnitt 57,1 Prozent selbst tragen, also 1.072 Euro. Die meisten Zahnzusatzversicherungen hätten davon 800 Euro und mehr übernommen.

Auch in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg lohnt sich Zahnzusatz-Schutz besonders. In den drei Bundesländern liegt die durchschnittliche Eigenleistung der Versicherten bei über 60 Prozent der Gesamtkosten. Zudem gilt: Umso städtischer die Region, desto höher sind die Kosten, aber auch die Bereitschaft der Menschen, zum Zahnarzt zu gehen.

Den vollständigen Barmer-Zahngesundheitsatlas mit umfangreichen Analysen gibt es hier (PDF, 15 MB). Wer sein Wissen über die Zahnzusatzversicherung auffrischen möchte, für den empfiehlt sich das profino-Webinar „FAQ-Zahnzusatz – was ist eigentlich versichert?“ mit Christian Hohn von der Deutschen Familienversicherung.

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