Viele Beschwerden: Run-off-Gesellschaften äußern sich

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Die Niedrigzinsphase nennt man auch bei der Athora Lebensversicherung AG (vormals Athene) als Hauptgrund für die BaFin-Beschwerden. Ein Umstand, mit dem alle Lebensversicherer zu kämpfen hätten und auf den man keinen Einfluss nehmen könne.

„Die Verträge, die nun in die Leistungsphase gelangen, wurden in einer Zeit abgeschlossen, als den Kunden basierend auf höheren Zinsen höhere Versicherungsleistungen in Aussicht gestellt wurden. Diese können jedoch heute aufgrund der dauerhaft niedrigen Zinsen nicht realisiert werden. Oftmals wird das dem Kunden erst mit der Auszahlung bewusst“, so eine Sprecherin. Durch den höheren Anteil von ablaufenden Verträgen bei Athora im Vergleich zu einem Erstversicherer sei auch die Beschwerdequote stärker betroffen.

Natürlich sei es aber im Interesse von Athora, jeden Kunden möglichst bis zum Vertragsablauf zu halten. Mit Blick auf deren Zufriedenheit befinde man sich aus eigener Sicht auch bereits auf einem guten Weg. Denn laut einer selbst geführten Statistik über die eingegangenen BaFin-Beschwerden (die BaFin-Beschwerdestatistik bezieht sich nicht auf neu eingegangene, sondern im jeweiligen Jahr abgeschlossene Fälle) habe man die eigene Beschwerdequote von 2016 bis heute um mehr als ein Drittel reduzieren können. Laut der offiziellen BaFin-Beschwerdestatistik hatte sich Athoras Quote im Vergleich zum Vorjahr allerdings verschlechtert.

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