Vertrauensproblem: So stellt sich die Branche

Panorama von Florian Burghardt und Michael Fiedler

Werbung und Marketing sind Möglichkeiten, um dem Image- und Vertrauensproblem, das Versicherern und Vermittlern anlastet, entgegen zu wirken. Welche Wege die Branche dabei geht.

Versicherung Vertrauen Zielgruppe Marketing

Wie stellt sich die Branche auf, um dem Imageproblem entgegenzuwirken? shutterstock.com

Dass die Versicherungs- und Finanzbranche ein Image-Problem hat, ist nichts neues. Einige Branchenteilnehmer versprachen sich von der IDD Verbesserungen. Doch bis sich die Änderungen im Versicherungsvertrieb auf die „gefühlten Wahrheiten“ der Verbraucher auswirken, wird es noch dauern.
Wie tief die Vorbehalte gegen Versicherer sitzen, lässt sich auch an einer aktuellen Untersuchung feststellen. Die in der Umfrage ermittelten Gründe gegen den Online-Abschluss von Versicherungen, lassen sich allesamt unter dem Stichwort „Vertrauensproblem“ zusammenfassen.

Wie schafft man Vertrauen?

Werbung ist eine Möglichkeit, um gegen das Image- und Vertrauensproblem vorzugehen. Dabei nutzen die Versicherer ähnliche Ansätze. Über Prominenz und Bekanntes soll Vertrauen aufgebaut werden.
So nutzt die LVM im neuesten Werbespot den Rapper MC Fitti, um gezielt ein jüngeres Publikum anzusprechen.

Eher indirekt wird bald die Nürnberger Versicherung verstärkte Aufmerksamkeit durch prominente Gesichter erhalten: Denn ein Drehort für den 6. Franken-Tatort ist der „Business Tower Nürnberg“. Auch einige Mitarbeiter der Versicherung sollen als Statisten in der TV-Sendung zu sehen sein.

Generell wird in der Versicherungsbranche der Weg zum Kunden gerne über bekannte Persönlichkeiten gesucht. Anke Engelke warb zum Beispiel 12 Jahre lang in TV-Spots für die Hannoversche. Til Schweiger tut das immer noch, allerdings für die VHV.
Mitunter wechseln sogar die Werbeträger: So ist „Herr Kaiser“ – lange die Werbeikone der Hamburg-Mannheimer – inzwischen für den Onlinemakler Check24 tätig.

Bekannte Gesichter aus dem Maklermarkt

Ebenfalls mit bekannten Vertretern aus der Versicherungs- und Finanzbranche wirbt derzeit das Hamburger IT-Unternehmen Ascore. Der Hersteller von Vergleichssoftware für Versicherungsprodukte hat Vermittler als Kunden. Um diese zu erreichen, lässt er Youtube-Finanzexperte Stephan Peters und Versicherungsmakler Philip Wenzel in mehreren launigen Clips über die Auswahl der besten Berufsunfähigkeitsversicherung diskutieren.

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