Vermittlerregister: Mehr Zulassungen, aber auch mehr Vergütung?

Berater Investmentfonds Meistgeklickt von Detlef Pohl

Der DIHK meldet leicht steigende Zulassungszahlen für 34f- und 34i-Vermittler. Das ist auch bitter nötig, denn Regulierung und Demografie setzen der Branche stark zu. Aber die Vergütung stagniert.

Regulierung und Demografie halten die freien Vermittler unter Stress, betont AfW-Vorstand Frank Rottenbacher.

Regulierung und Demografie halten die freien Vermittler unter Stress, betont AfW-Vorstand Frank Rottenbacher. Bild: AfW

Derzeit sind 37.865 Finanzanlagenvermittler nach Paragraf 34f GewO in Deutschland zugelassen, zeigen neueste Zahlen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Stichtag 1. Juli. Das sind 0,2 Prozent mehr als zum Stichtag 1. April, aber minimal weniger als zu Jahresbeginn.

Der Verein publiziert die Zahlen jedes Quartal neu. Im ersten Halbjahr 2017 (+ 325) und 2018 (+ 161) waren jeweils leichte Zuwächse gezählt worden (procontra berichtete). Den absoluten Höchststand bei 34f-Vermittlern gab es jedoch schon vor fünf Jahren: Mitte 2014 waren 41.057 Finanzanlagenvermittler registriert worden. Über deren Aktivität am Markt sagen die Zahlen jedoch nichts aus.

Nach den aktuellen Daten besitzen rund 99 Prozent der Finanzanlagenvermittler die Erlaubnis zur Vermittlung von Investmentfonds nach Paragraf 34f (1) Nummer 1 GewO. Die Vermittlung von geschlossenen Fonds (Paragraf 34f (1) Nummer 2 GewO) ist 25 Prozent erlaubt (8.940). Die Erlaubnis zur Vermittlung von Vermögensanlagen (Paragraf 34f (1) Nummer 3 GewO) besitzt knapp jeder Sechste (5.975).

Die Zahl der Honorar-Finanzanlagenberater (Paragraf 34h GewO) verharrt bei 157. Alle haben die Erlaubnis zur Beratung von offenen Investmentvermögen, einige zudem die Zulassung für die Beratung zu geschlossenen Fonds (47) und anderen zu Vermögensanlagen (20).

Zahlen für 34d-Vermittler stehen aus

Die neuesten Zahlen zum 1. Juli liegen für Versicherungsvermittler noch nicht vor. Zum 1. April hatte es 199.961 freie Vermittler mit Zulassung nach Paragraf 34d GewO gegeben, davon 46.388 Makler, knapp 120.000 gebundene Vertreter und 337 Versicherungsberater. Ein Jahr zuvor waren insgesamt noch 211.504 34d-Vermittler registriert gewesen, davon 46.834 Makler, 130.780 Vertreter und 317 Versicherungsberater.

Zum 1. Juli waren 52.343 Immobiliardarlehensvermittler registriert (nach Paragraf 34i GewO). Dies entspricht im Vergleich zum 1. April einem Zuwachs von fast 1.100 Registrierungen. Seit Juli 2017 nahm die Zahl um fast neun Prozent zu. Im Vergleich zu den 34h-Honorar-Finanzanlagenvermittlern gibt es zweieinhalbmal mehr Honorar-Immobiliardarlehensvermittler. Deren Zulassungszahl ist aber mit 660 weiter auf überschaubarem Niveau.

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Was wird aus der Vergütung?

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