SOVAG: Bestandsverkauf an Axa ist geplatzt

Versicherungen von Florian Burghardt

Eigentlich wollte die Schwarzmeer- und Ostsee Versicherung ihre Nicht-Leben-Verträge an eine Axa-Tochter verkaufen. Doch der Deal ist offenbar geplatzt. Ein neuer Käufer für den Run-off-Bestand scheint allerdings schon in Reichweite.

Der Run-off-Deal mit Axa ist anscheinend geplatzt. Doch SOVAG-Vorstandschef Arndt Gossmann hat offenbar schon den nächsten Käufer an der Angel.

Der Run-off-Deal mit Axa ist anscheinend geplatzt. Doch SOVAG-Vorstandschef Arndt Gossmann hat offenbar schon den nächsten Käufer an der Angel. Bild: DARAG, 2013, Archiv

Die Schwarzmeer- und Ostsee Versicherungs-AG (SOVAG) muss offenbar einen neuen Käufer für ihren seit dem vergangenen Jahr für das Neugeschäft geschlossenen Nicht-Leben-Bestand finden. Denn die im September 2018 erklärten Verkaufspläne an Axa Liabilities Manager (Axa LM) sind geplatzt. Das berichtet das Fachmedium Versicherungsmonitor. Demnach hätten beide Seiten dem Medium das Aus für die Bestandsübertragung der im Run-off befindlichen Verträge bestätigt.

Eigentlich befindet sich der Hamburger Sach- und Transportversicherer seit rund zwei Jahren in einem umfangreichen Restrukturierungsprozess. Planmäßig sollte dieser mittlerweile schon abgeschlossen sein. Ein wichtiger Faktor dabei war der Verkauf einer fünfstelligen Anzahl von Erst- und Rückversicherungsverträgen.

Neuer Deal mit alten Bekannten?

Doch anscheinend ist es Axa LM, dem 2001 innerhalb des Axa-Konzerns gegründeten spezialisierten Run-off Erwerber und Manager von Nicht-Leben-Rückversicherungsgeschäft, nicht gelungen, die notwendige Zustimmung für die Bestandsübertragung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einzuholen. Die dafür gesetzte, neunmonatige Frist sei Ende Juni abgelaufen. Gründe für das Scheitern wurden laut Versicherungsmonitor auch Anfrage nicht genannt.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sei allerdings schon eine neue Lösung auf den Weg gebracht worden. So habe der SOVAG-Vorstandsvorsitzende Arndt Gossmann einen Deal mit seinem früheren Arbeitgeber, der Darag-Versicherung, vereinbaren können. Diese habe die Kaufvereinbarung für den Bestand bereits unterschrieben und bei der BaFin eingereicht. Eine offizielle Bestätigung dafür gebe es aber noch nicht. Gossmann war von 2009 bis 2017 bei Darag und leitete als Vorstandsvorsitzender und Group CEO sowohl die deutsche Darag als auch die Gruppe mit Risikoträgern in Deutschland, Italien und Malta.

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