Ruhestand und Pflegeschutz: Viele Deutsche fürchten mangelnde Vorsorge

Berater von Florian Burghardt

Viele Deutsche wähnen sich für den Fall einer eigenen Pflegebedürftigkeit schlecht abgesichert. Mit Blick auf die Rentenzeit sorgen sie sich zudem um ihre Eltern – das belegen zwei aktuelle Umfragen. Wie Vermittler das für ihre Beratung nutzen sollten.

Was soll aus Mama und Papa werden? Vor allem junge Deutsche sorgen sich um den finanziellen Lebensabend ihrer Eltern – und um das Risiko ihrer eigenen Pflegebedürftigkeit.

Was soll aus Mama und Papa werden? Vor allem junge Deutsche sorgen sich um den finanziellen Lebensabend ihrer Eltern – und um das Risiko ihrer eigenen Pflegebedürftigkeit. Bild: Pixabay

Mit dem gestrigen 01. Juli haben die gut 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erneut eine ansehnliche Erhöhung ihrer Bezüge erhalten. Dennoch rechnen 22 Prozent der Deutschen fest damit, ihre Eltern im Rentenalter finanziell unterstützen zu müssen oder tun dies sogar bereits. Das geht aus einer aktuellen forsa-Umfrage unter 1.207 Personen im Auftrag der Bank Rabodirect Deutschland hervor.

Zudem ist mehr als jeder Vierte (27 Prozent) besorgt um die finanzielle Situation der Eltern ab dem Eintritt ins Rentenalter. Vor allem unter den 20- bis 29-jährigen Befragten ist diese Sorge besonders verbreitet (42 Prozent).

Das mag zum einen daran liegen, dass die Rentenerhöhungen nicht wenige Senioren in die Steuerpflicht rutschen lassen, so dass ihnen am Ende weniger bleibt als vor der Erhöhung. Zum anderen wächst die besagte Altersgruppe in einer langanhaltenden Niedrigzinsphase auf. Während dieser kursieren vielfältige Aussagen über die Wichtigkeit von Garantien und Risikobereitschaft in der zusätzlichen Altersvorsorge. Diese könnten teilweise auch eher verwirrend und abschlusshemmend wirken, als dass sie Menschen zunehmend von der Wichtigkeit betrieblicher und privater Altersvorsorge überzeugen. Hier sind Vermittler gefragt, um Licht ins Dunkel zu bringen und den Weg der individuell passenden Vorsorge aufzuzeigen.

Für Pflegevorsorge braucht es Aufklärung

Noch besorgter als um den Lebensabend ihrer Eltern sind viele Bundesbürger bei der Absicherung ihrer eigenen Pflegebedürftigkeit. Zwei von drei Teilnehmern einer Umfrage (im Auftrag der Versicherungskammer Bayern unter 1.003 Bundesbürgern) fühlen sich unvorbereitet im Hinblick auf das Risiko, später zum Pflegefall zu werden. Sie tun demnach gar nichts in diese Richtung.

Dabei war aufgrund der demografischen Entwicklung eine private Pflegezusatzversicherung noch nie so wichtig wie heute. Das verdeutlichen auch Kalkulationen, die einen deutlichen Anstieg des Beitrags zur gesetzlichen Pflegeversicherung in den nächsten Jahren prophezeien.

Auch hier sollten Vermittler tätig werden und ihre Kunden sowohl über die besten Pflegezusatz-Policen als auch über neue Produkte auf dem Markt aufklären – und ihnen aufzeigen, welche Eigenleistungen drohen, wenn sie oder enge Angehörige zum Pflegefall werden.

Hilfreiche Informationen für Vermittler hinsichtlich der richtigen Pflegeberatung ihrer Kunden bietet zum Beispiel die dreiteilige profino-Webinar-Reihe „Gepflegt in die Zukunft“ der Inter Versicherungsgruppe.

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