Renteninformation: Klarheit über Lücken

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Die Bundesregierung hat die Einführung einer säulenübergreifende Altersvorsorgeinformation unter staatlicher Aufsicht in ihrem Koalitionsvertrag geschrieben. Bis zum Herbst 2019 sollen die Rahmenbedingungen dafür definiert sein, um darauf aufsetzend die rechtlichen Grundlagen hierfür zu schaffen, informiert das BMAS. Umfragen belegen, dass eine Mehrheit der Bürger mehr Transparenz und Verständlichkeit bei ihren individuellen Altersvorsorgeeinkünften wünschen. Laut einer Erhebung des Fondsanbieters Fidelity vor einem Jahr, verstehen 21 Prozent der Berufstätigen bei ihrer Renteninformation nur „Bahnhof“. Die Aufstellung der erreichten und erreichbaren Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird jedes Jahr von der Deutschen Rentenversicherung Bund an alle Berufstätige verschickt.

Würde man die Bürger auch nach ihren privaten und betrieblichen Altersvorsorgeverträgen fragen, würde wahrscheinlich mindestens jeder Fünfte Probleme einräumen. Aus diesem Grund bleiben vermutlich viele Rentenlücken unentdeckt, sofern sich Sparer heute nicht schon von einem Finanzberater aufklären lassen. Das BMAS wird jetzt wohl mit Anbietern konkrete Vorschläge zur Umsetzung diskutieren. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) frohlockt bereits: „Es fehlt der Überblick über alle Versorgungsarten.“ Der Verband habe sich schon seit Jahren für eine säulenübergreifende Renteninformation stark gemacht. Ziel sei es, dass die Bürger so Versorgungslücken besser und rechtzeitig erkennen und ihre private Vorsorge anpassen können.“

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