Privatvermögen: Reiche und Ärmere leiden gemeinsam

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Schieflage bei Steuerberater-Pensionskasse verschärft

Auch die Deutsche Steuerberater-Versicherung, Pensionskasse des steuerberatenden Berufs, kämpft schon seit Ende 2017 mit Unterdeckungen der Solvabilitätsanforderung von fast 18 Millionen Euro. Das Neugeschäft ist schon seit Oktober 2018 eingestellt. Die Lage hat sich bis Ende 2018 sogar noch verschärft, geht aus einer Mitteilung hervor. Demnach sei das Eigenkapital vollständig aufgezehrt.

Damit erfüllt die Kasse die vorgegebene Mindestkapitalanforderung nicht mehr. Um die finanzielle Notlage auszuräumen, muss saniert werden. Da die Kasse nicht über Trägerunternehmen verfügt, sind Nachschüsse der Arbeitgeber keine Option. Man ist auch nicht Mitglied im Sicherungsfonds Protektor und wird nicht vom Schutz des Pensions-Sicherungs-Vereins erfasst.

Also muss der Fehlbetrag, zunächst aus der Verlustrücklage gedeckt werden. Reicht das nicht, geht es an die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB). Reicht auch dies nicht, müssen Leistungen gekürzt und/oder Beiträge erhöht werden. Das beträfe auch Leistungen für laufende Renten. Die Sanierung erfordert einen Beschluss der Vertreterversammlung und bedarf der Zustimmung der BaFin. Erst Ende des Jahres soll ein tragfähiges Sanierungskonzept vorliegen. Erst dann können die individuell zu berechnenden Auswirkungen ermittelt werden.

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