LV-Rückkaufswerte: Deutsche verschenken über 70 Millionen Euro

Versicherungen von Florian Burghardt

Der Frankfurter Policen-Käufer ist Mitglied im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt für Lebensversicherungen (BVZL). Dieser appelliert an den Gesetzgeber, eine gesetzliche Hinweispflicht auf den Zweitmarkt mit in das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) aufzunehmen. Natürlich würde das auch das Geschäft der Zweitmarkt-Unternehmen befeuern. Sie würden darin aber auch eine klare Verbesserung der Kundensituation sehen.

Dieser wichtige Verbraucherschutzaspekt dürfe, laut Ahlers, auch in der aktuellen politischen Diskussion nicht unter den Tisch fallen. Aus seiner Sicht würden Regeln zur Deckelung von Provisionen die Fairness für Neukunden erhöhen. Die Situation der Bestandskunden könne dagegen nur verbessert werden, indem man mehr Transparenz, etwa durch Hinweise auf Zweitmarktoptionen, schafft.

Welche Lebensversicherer in ihren jährlichen Standmitteilungen besonders transparent vorgehen und darin zum Beispiel auch auf Alternativen zur Kündigung des Vertrages hinweisen, hat Policen Direkt in einer Studie ausgewertet – procontra berichtete. Insgesamt lag die Quote stornierter Verträge im Jahr 2018 bei 2,64 Prozent (2017: 2,65 Prozent). Ein Wert, den beispielsweise Verbraucherschützer Axel Kleinlein immer noch als deutlich zu hoch einschätzt.

Seite 1: Policen-Storno kostet Geld
Seite 2: Gesetzlicher Hinweis auf Zweitmarkt gefordert

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare