Kfz-Unfall im Ausland: 3 hilfreiche Tipps

Berater von Florian Burghardt

Die Deutschen fahren gerne mit dem Auto in den Auslandsurlaub. Doch dabei hat es in den letzten Jahren jeweils über 30.000 Mal „gekracht“. Wo es die meisten Unfälle gab und was im Schadenfall behilflich sein kann.

Bei einem Autounfall im Ausland liegen die Nerven oft blank. Wer gut vorbereitet in seine Urlaubsreise startet, hat im Schadenfall wahrscheinlich weniger Probleme.

Bei einem Autounfall im Ausland liegen die Nerven oft blank. Wer gut vorbereitet in seine Urlaubsreise startet, hat im Schadenfall wahrscheinlich weniger Probleme. Bild: pathdoc

Die Hauptreisezeit ist angebrochen. Auch in diesem Jahr planen wieder viele Deutsche einen Urlaub im Ausland. Nicht wenige von ihnen werden die Entfernung zum Urlaubsort mit dem eigenen Auto zurücklegen. Leider wird es dabei auch in dieser Reisesaison zu zahlreichen Unfällen kommen. Diese Prognose legen die Statistiken der GDV Dienstleistungs-GmbH nahe.

Demnach war es im Jahr 2018 zu 34.785 versicherten Unfällen von in Deutschland zugelassenen Autos mit Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen gekommen. Etwa die Hälfte der Fälle ereignete sich in der Hauptreisezeit zwischen Juni und September. Unter dem Strich stand ein leichter Rückgang gegenüber 2017 (35.266). Auch in den Jahren 2016 und 2015 hatte es im Ausland jeweils über 30.000 Mal mit deutscher Beteiligung „gekracht“.

„Unsere direkten Nachbarländer Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, Schweiz, Tschechien, Polen und Dänemark machen mit 21.598 Unfällen rund 62 Prozent der europäischen Gesamtfälle aus“, weiß Dr. Jens Bartenwerfer, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH. Die meisten Unfälle ereigneten sich jedoch nicht in einem direkten Nachbarland, sondern in Italien. Dort krachte es insgesamt 5.758 Mal (16,6 Prozent).

3 Tipps bei Kfz-Unfällen im Ausland

Die Aufnahme eines Kfz-Versicherungsfalls im Ausland ist in der Regel etwas aufwendiger als auf deutschen Straßen. Wer die folgenden 3 Tipps beachtet, startet aber auf jeden Fall besser vorbereitet in seine Urlaubsreise:

  • Den Europäischen Unfallbericht (EUB) mitnehmen. Das inhaltlich und grafisch standardisierte Formular vereinfacht die Aufnahme eines Unfalls im In- und Ausland. Es kann beim Kfz-Versicherer angefordert oder hier heruntergeladen und ausgedruckt werden. Hier kann zudem eine mehrsprachige Ausfüllhilfe für den EUB bestellt werden.
     
  • Bei Bedarf den Zentralruf der Autoversicherer nutzen. Er berät telefonisch bei Unfällen im Ausland und ist von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer +49 40 300 330 300 erreichbar.
     
  • Die Grüne Karte mitnehmen. In der EU ist der schriftliche Nachweis für Versicherungsschutz (erhältlich beim Kfz-Versicherer) zwar nicht mehr vorgeschrieben. Bei Fahrten in die folgenden Länder wird die Grüne Karte aber noch verlangt: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Iran, Israel, Marokko, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Russland, Serbien, Türkei, Tunesien, Ukraine und Weißrussland.
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