„Insgesamt müssten sich viel mehr von uns Schlipsträgern aufraffen“

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procontra: Der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete könnte nach dem nicht genehmigten Anlegen in Italien eine mehrjährige Haftstrafe drohen. Haben Sie Angst vor einer Festnahme?  

Isler: Nein. Ich glaube an die Unabhängigkeit der italienischen Justiz. Carola hat das Gesetz auf ihrer Seite. Deshalb ist sie ja auch auf freiem Fuß. Ärgerlich sind die Prozesskosten. Ein Verfahren in Italien ist sehr teuer. Die Kosten trägt die Beschuldigte auch dann, wenn sie freigesprochen wird. Genau das schreckt Kapitäne und Einsatzleiter ab und darum geht es. Egal ob du recht hast, du zahlst die Kosten. 

procontra: Greifen eigentlich alle Ihre Versicherungen, wenn Ihnen bei Ihrem Einsatz auf See etwas zustößt (z.B. PKV oder BU) oder Sie Rechtsschutz benötigen?  

Isler: Ich habe eine Rechtsschutzversicherung mit erweitertem Strafrechtsschutz. Mein Versicherer bestätigte mir, dass ich bei dem Vorwurf einer Straftat abgesichert bin und der Versicherungsschutz nur dann entfällt, wenn ich verurteilt werde. Davor habe ich aber keine Angst. Meine PKV, meine BU und meine Risikolebensversicherungen greifen auch. Menschen in internationalen Gewässern vor dem Ertrinken zu retten ist kein Ausschlussgrund. Außerdem habe ich zusätzlichen, freiwilligen Versicherungsschutz bei der BG-Verkehr beantragt. Das machen bei uns inzwischen alle Crewmitglieder. 

 

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