Google: Handy vor Altersvorsorge

Digital Berater von Michael Fiedler

Klar, Altersvorsorge ist wichtiger als das Handy. Aber sehen das alle Menschen so? Immerhin wird "Handyversicherung" deutlich häufiger auf Google gesucht, wie eine Auswertung von Alsterspree zeigt.

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Das Handy scheint vielen Deutschen wichtziger zu sein, als die eigene Altzersvorsorge. Bild: shutterstock.com

Wer jetzt keine PHV hat, kauft sich auch keine mehr. So könnte man, frei nach Rilke, aktuelle Studienergebnisse von YouGov lesen. Das Institut befragte im Auftrag von Check24 Verbraucher, ob sie über eine Privathaftpflichtversicherung verfügen bzw. deren Abschluss planen.
Demnach geben 21 Prozent der Befragten an, über keine Privathaftpflichtversicherung zu verfügen. Das soll sich auch nicht ändern: Denn 58 Prozent derjenigen, die keinen Haftpflichtschutz haben, wollen auch in Zukunft keine solche Versicherung abschließen.

Sind die Deutschen falsch versichert?

Lässt sich also sagen, die Deutschen seien falsch versichert? Ähnlich äußerte sich bereits Professor Horst Müller-Peters von der TH Köln. Er beklagte vor zwei Jahren, dass zwar viele seiner Studenten gegen kaputte Handy-Displays versichert seien, nicht aber gegen Berufsunfähigkeit.

Und tatsächlich liegen die beiden Schlüsselbegriffe beinahe gleich auf, vergleicht man die Suchanfragen pro Monat auf Google. Laut Auswertung von Alsterspree wird das Wort „Handyversicherung“ 40.500 Mal im Monat gesucht (Durchschnittswert). Auf den Begriff „Berufsunfähigkeitsversicherung“ entfallen durchschnittlich 49.500 Suchanfragen im Monat.

Handyversicherung vor Altersvorsorge

Wie überbewertet die Handyversicherung ist, zeigt sich noch deutlicher im Vergleich zum Keyword „Altersvorsorge“, das auf gerademal 12.100 Suchanfragen kommt.
Der Begriff „Haftpflichtversicherung“ wird laut Alsterspree-Auswertung besonders häufig gesucht: 60.500 Suchanfragen entfallen durchschnittlich pro Monat auf dieses Keyword. Bleibt zu hoffen, dass darunter auch einige der eingangs erwähnten „Totalverweigerer“ sind, die sich doch noch bekehren lassen.

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