Früher in Rente: Für wen das lohnt

Berater Recht & Haftung Top News Meistgeklickt von Detlef Pohl

Viele träumen vom Vorruhestand ohne finanzielle Nachteile, kaum einer schafft das ohne private Rücklagen. Warum der Königsweg bei der gesetzlichen Altersrente nur über 45 Arbeitsjahre führt. Und wie die Rente bei Bedarf aufgestockt werden kann.

Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung lohnen sich für alle, die älter als 50 Jahre sind, meint Finanztest. Die Niedrigzinsphase begünstige dies. Bild: Pixabay

Die demografische Entwicklung verlangt eigentlich längere Lebensarbeitszeiten, doch viele Kunden von Versicherungsmaklern treibt eher um, wie sie früher in Rente gehen können und was das kostet (procontra berichtete). „Finanztest" hat dazu in seiner Juli-Ausgabe ein Spezial erstellt, dass anhand von Musterrechnungen Rentenhöhe und Abschläge erläutert. Den Gang zu einem Rentenberater oder Ruhestandsplaner ersetzt der Artikel natürlich nicht, zumal nur zwei Musterfälle (Jahrgang 1959 und 1964) betrachtet wurden.

Früher in Rente kann man eigentlich nur mit 45 Beitragsjahren gehen. Schon nach 35 Beitragsjahren klappt es auch, aber mit heftigen Abschlägen (0,3 Prozent für jeden verfrühten Monat vor der individuellen Altersgrenze). Mit 45 Beitragsjahren ist es laut Finanztest der „Königsweg in die Rente“. Fast ein Drittel aller Neurentner entschied sich 2018 für diesen seit 2014 möglichen Weg, auf dem sie bereits mit 63 aus dem Berufsleben ausscheiden können.

Schrittweise erhöht sich aber das Alter für die „Rente ab 63“: Ab dem Jahrgang 1964 muss man selbst bei 45 Beitragsjahren bis 65 arbeiten, wenn man keine Abschläge in Kauf nehmen will. Finanztest rät, so lange zu arbeiten, bis die Rente abschlagsfrei ausgezahlt wird. Für spätere Jahrgänge wird dann die „Rente mit 65“ interessant, da das Renteneintrittsalter inzwischen schrittweise auf 67 erhöht wurde.

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