Allianz-Abzocke: Schuldig in 42 Fällen

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Versicherungsbetrug mit fingierten Schäden: Im Verfahren gegen einen ehemaligen Schadengutachter der Allianz wurde vor dem Landgericht Leipzig ein Urteil gesprochen. Doch das reicht der Staatsanwaltschaft nicht aus.

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Das Landgericht Leipzig befand einen ehemaligen Schadenregulierer der Allianz für schuldig und verurteilte ihn wegen Untreue. Bild: shutterstock.com

Im Prozess gegen einen ehemaligen Schadengutachter der Allianz und seinen Komplizen sind vor dem Landgericht Leipzig Urteile gesprochen worden (Az.: 6 KLs 209 Js 20452/10).
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Männer zwischen 2007 und 2009 die Versicherung um knapp eine Million Euro geprellt haben. Ursprünglich wurden dem Schadenregulierer Alexander N. 56 Fälle der Untreue angelastet, bei denen insgesamt ein Schaden von 1,4 Millionen Euro entstanden sei. In 14 Fällen wurde das Verfahren allerdings eingestellt, worauf sich die Schadensumme verringerte.

Die Staatsanwaltschaft forderte für den Hauptangeklagten vier Jahre und drei Monate Haft – eine Strafe, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Der Mitangeklagte sollte laut Forderung der Staatsanwaltschaft drei Jahre und zwei Monate in Haft.

Versicherungsbetrug: Schuldig in 42 Fällen

Das Landgericht Leipzig sprach beide Männer schuldig und verurteilte sie zu Bewährungs- und Geldstrafen: Alexander N. wurde in 42 Fällen der Untreue für schuldig befunden und zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen à 39 Euro (9360 Euro) verurteilt.
Der Mitangeklagte Thomas G. erhielt für 18-fache Beihilfe zur Untreue 22 Monate Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 14 Euro (2520 Euro).
Gegen diese Urteile legte die Staatsanwaltschaft Leipzig Revision ein.

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