Steuererklärung: Lohnt der Kontakt zum Fiskus?

Berater Recht & Haftung Top News von Detlef Pohl

Vorsorgeaufwendungen und die Hilfen der Finanzdienstleister

Vorsorgeaufwendungen wurden 2014 von 26,61 Millionen Steuerpflichtigen erklärt - in durchschnittlicher Höhe von 5.663 Euro. Dabei haben sicher auch die Steuerbescheinigungen von Banken, Fondsgesellschaften und Versicherern beigetragen. Dass nichts Wichtiges vergessen wird, daran darf ein Versicherungsmakler seinen Kunden durchaus erinnern und unterstützen, etwa durch ein kurzes Merkblatt mit den wichtigsten Terminen. Steuerberatung bleibt hingegen Steuerberatern und Lohnsteuerhilfevereinen vorbehalten.

Auch bei Ruheständlern im Bestand des Maklers können Hinweise zur Steuererklärung angebracht sein, denn von Jahr zu Jahr müssen mehr Rentner erstmals eine Steuererklärung abgeben. Schuld daran ist das seit 2005 geltende Alterseinkünfte-Gesetz. Es war der Einstieg in den Umstieg von der vorgelagerten auf die nachgelagerte Besteuerung der Renten. Rentenbeiträge werden seither von Jahr zu Jahr mehr steuerfrei gestellt und im Gegenzug die Renten in der Auszahlungsphase zunehmend steuerlich belastet. Maßstab ist für jeden stets das Jahr des Renteneintritts. Sein dort gültiger Besteuerungsanteil bleibt lebenslang stabil, steigt also nicht.

27 Prozent der Rentner zahlen Steuern, Tendenz steigend

Im Jahr 2015 mussten 27 Prozent der Rentner Einkommensteuer ans Finanzamt abführen. In absoluten Zahlen waren das 5,8 Millionen der 21,2 Millionen Empfänger einer gesetzlichen, privaten oder betrieblichen Rente. Von den ausgezahlten 278 Milliarden Euro fielen in jenem Jahr 43,4 Milliarden Euro – das entspricht 16 Prozent - unter die Steuerpflicht.

Das Statistische Bundesamt hat kürzlich erstmals eine Statistik dazu veröffentlicht. In Zukunft soll die Statistik zur jährlichen Rentenhöhe und -besteuerung alle zwölf Monate veröffentlicht werden. Allerdings bleibt es dabei, dass die Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik immer erst dreieinhalb Jahre nach Ende des jeweiligen steuerlichen Veranlagungsjahres vorliegen.

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