Gründeralltag in Deutschland

Unternehmerversicherung Berater von Johannes Gulden

Wer ein Unternehmen gründet, geht auch Risiken ein. Diese können von Branche zu Branche unterschiedlich ausfallen. Für Makler empfiehlt es sich, dennoch den Überblick zu behalten.

Risiken für Unternehmensgründer

Für Gründer gibt es zahlreiche rechtliche Fallstricke. Bild: wavebreakmedia

Deutschlands Gründern geht es gut – meistens zumindest. Wer den Mut aufgebracht hat, sich mit einer Geschäftsidee selbstständig zu machen, statt am Monatsende auf seinen Gehaltsscheck zu warten, blickt in der Regel optimistisch in die Zukunft. Dies legt zumindest eine Studie des Beratungsunternehmens PriceWaterhouseCoopers (PWC) nahe.

So gehen fast 70 Prozent der Gründer davon aus, dass ihr Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten beim Umsatz zulegen wird. Auch beim Personal soll bei der Mehrzahl der befragten Startups aufgestockt werden – ein klares Indiz für die Zuversicht, die bei vielen Gründern vorherrscht.

Allerdings gibt es auch vereinzelte Wolken, die den Himmel zumindest ein wenig verdunkeln. So gab gleich die Hälfte aller Gründer an, Probleme bei der Personalgewinnung bzw. -rekrutierung zu haben. Oftmals fehlt es schlicht und einfach an den benötigten Fachkräften, so dass die offene Stelle unbesetzt bleiben muss. Teils werden die begehrten Talente aber auch von anderen, etablierten Firmen abgeworben oder verlangen schlicht und einfach zu viel Gehalt.

Auch rechtliche Probleme sorgen bei vielen Gründern für Sorgenfalten auf der Stirn. Denn was ist zu tun, wenn bei der Wahl des Firmen- bzw. Produktnamens dieser nicht ausreichend markenrechtlich überprüft worden ist? Schnell kann ein solcher Markenstreit vor Gericht landen und mit zunehmender Dauer sehr teuer für die betroffenen Unternehmen werden.

Auch sonst gibt es für Gründer zahlreiche rechtliche Fallstricke: Manchmal wird die Abführung von Sozialbeiträgen vergessen, manchmal auch einfach „nur“ gegen die Datenschutzrichtlinie verstoßen – die Folgen können jeweils schwerwiegend für die jungen Unternehmen ausfallen.

Bot-Attacken auf E-Commerce-Unternehmen

Neben den branchenübergreifenden Problemen gibt es natürlich auch Risiken, die für bestimmte Branchen schwerwiegender ausfallen. So offenbarte der neueste Threadmatrix-Cybercrime-Report jüngst eine Zunahme sogenannter Bot-Attacken gegen Unternehmen aus der E-Commerce-Branche sowie FinTechs. Mittels automatisierter Schadprogramme, sogenannter Bots, versuchen Cyberkriminelle dabei, Kundendaten zu erbeuten, die sie dann an anderer Stelle verwenden können. Gelingt ein solcher Angriff, leidet der Ruf der betroffenen Unternehmen stark darunter.

Dass Diebe nicht nur digital vorgehen, sondern auch analoge Einfallstore in die jeweiligen Unternehmen nutzen, zeigt ein Blick in das aktuelle Kriminalitätsbarometer, das die Industrie- und Handelskammern Berlins und Brandenburgs erstellt haben. Untersucht wird hier, unter welchen kriminellen Delikten die befragten Unternehmen (insgesamt 1.685) am meisten zu leiden hatten.

35,4 Prozent der befragten Unternehmen gaben dabei Diebstahl an, gefolgt von Vandalismus/ Sachbeschädigung sowie Einbruchsdiebstahl. Vor allem auf Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor hatten die Kriminellen es abgesehen.

Doch ob analog oder digital – Risiken für junge Unternehmen sind vielfältig und können schwerwiegend ausfallen. Komplexe Technologien und sensible Daten, mit denen viele Unternehmen befasst sind, haben das Risikopotenzial oftmals noch erhöht. Für die Unternehmen empfiehlt es sich folglich, die jeweiligen Probleme zu analysieren und entsprechend vorzubeugen. Makler können sich hier als kompetente Berater unentbehrlich machen.

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