Gekommen, um zu bleiben - 5 InsurTechs im Check

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112 InsurTechs erfasste die InsurTech-Datenbank von Capgemini Invent im Dezember 2018. Viele Startups scheitern allerdings schon kurz nach dem Start. Was machen die, die bleiben, anders?

Viele InsurTechs müssen schnell wieder aufgeben. Doch worin liegt der Erfolg derer, die bleiben? Wir haben uns 5 Startups aus der Versicherungsbranche genauer angeschaut.

Viele InsurTechs müssen schnell wieder aufgeben. Doch worin liegt der Erfolg derer, die bleiben? Wir haben uns 5 Startups aus der Versicherungsbranche genauer angeschaut. Bild: Pixabay

Zu den „Oldtimern“ der Startup-Szene gehört das Berliner Startup fairr.de, das 2014 angetreten ist, die Altersvorsorge einfach und digital zu machen. Als Produktentwickler und Anlagevermittler ist man sich seit dem Geschäftsstart treu geblieben: Gemeinsam mit der Hamburger Sutor-Bank und dem Lebensversicherer MyLife entwickeln die drei Gründer mit ihrem neunköpfigen Team Riester- und Rürup-Sparpläne sowie betriebliche Altersversorgungen auf ETF-Basis und vertreiben sie.  

Damit sind sie auch heute noch das einzige Startup, das sich komplett online an das komplexe Thema Altersvorsorge wagt, erklärt Geschäftsführer Jens Jennissen. In diesem Jahr will man mit der gleichen Mitarbeiterzahl die doppelte Wachstumsrate wie 2018 erreichen – und in absehbarer Zeit den Break Even. Man will auch weiter schnell wachsen. „Wir setzen mit Erfolg auf die Weiterempfehlung zufriedener Kunden statt auf teure Werbung, weil wir davon überzeugt sind, dass Kunden das Produkt nicht aufgedrückt haben wollen, sondern suchen und finden“, ist Jennissen sicher.  

Nicht an Ursprungsidee geklammert

Ebenfalls ein kompliziertes, aber erfolgsträchtiges Geschäftsfeld hat sich die Anfang 2016 gegründete Gewerbeversicherung24 ausgesucht. Die drei Gründer waren und sind überzeugt, dass das Gewerbegeschäft digital komplett unterbelichtet ist. Allerdings merkten sie auch sehr schnell, dass es mit dem direkten Kundenvertrieb schwierig wird und korrigierten ihren ursprünglichen Plan schnell dahingehend, künftig nicht mehr als Online-Makler, sondern als Technologie-Anbieter für etablierte Vertriebe und Anbieter zu agieren.  

Dieser Schwenk hat sich als Glücksfall erwiesen. Inzwischen macht der Bereich 98 Prozent des Geschäfts aus, wie Geschäftsführer Christopher Leifeld betont. „Heute sind wir der führende Anbieter für Vertriebstechnologie von Gewerbeversicherungen“, erklärt er. „Unsere Plattform wird von Maklern (auch Online-Makler), Pools, Vertrieben, Banken und Versicherern genutzt.“ Man profitiere davon, dass eine vergleichbare Lösung bisher nicht am Markt verfügbar ist. So gibt es pro Monat rund 10.000 Nutzer, deren Zahl unablässig wächst.  

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