bAV: Wie attraktiv ist Förder-Hopping?

Versicherungen Top News von Stefan Terliesner

Mit kreativen Ideen hauchen Versicherer der Betriebsrente neues Leben ein. Tarife erlauben jetzt den Switch zwischen Riester- und Steuerförderung. Das soll auch auch Vermittlern einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

Förderhopping zwischen Riester und Entgeltumwandlung

Durch das "Förder-Hopping" sollen Kunden je nach Lebenslage profitieren. Bild: Eleonora Mavromati

Deutsche Sparer lassen sich mitunter nur mit staatlicher Förderung hinterm Ofen hervorlocken. Daher sind Steuervorteile und Zulagen ein willkommenes Vertriebsargument für Vermittler. Bei der Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) gibt es sogar beides: Steuer- und sozialabgabenfreies Sparen gemäß § 3 Nr. 63 EStG sowie staatliche Zulagen bei der Wahl einer Riester-Förderung gemäß § 10a EstG. Das zuletzt genannte Anreizmodell wurde vom Gesetzgeber im Zuge des Betriebsrentenstärkungsgesetzes noch aufgepeppt: Auf die Betriebsrente hieraus müssen Rentner jetzt keine Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung mehr zahlen. Das Thema Doppelbesteuerung ist bei der Riester-bAV nun passé. „Die bAV-Riester-Rente hat deutlich an Attraktivität gewonnen“, betont zum Beispiel Frederick Krummert, Leiter bAV beim Versicherer AXA.

Das Optimum verschiebt sich

Soweit, so gut. Es gibt aber auch ein „Problem“: Arbeitnehmer müssen sich bei Abschluss eines Betriebsrentenvertrages für eine Fördervariante entscheiden: § 3 oder § 10. Mit Hilfe eines Beraters dürfte der Einzelne seine optimale Lösung schon finden. Dieses Optimum zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ändert sich mit der persönlichen Lebenssituation allerdings, also insbesondere mit dem Einkommen und dem Familienstand. Was heute bestens zu den Bedürfnissen des Kunden passt, kann in ein paar Jahren nicht mehr ideal sein. Kaum jemand schließt dann aber einen neuen Vertrag ab – allein schon wegen der erneuten Abschlusskosten.

Hier setzt ein neues Betriebsrentenprodukt von HDI an. Seitdem Fabian von Löbbecke bei der Talanx-Tochter mit im Top-Management sitzt, geht der Versicherer mit kreativen Angeboten auf Kundenfang. Das belegen auch die überarbeiteten Direktversicherungen Two Trust Select und Two Trust Kompakt. Sie ermöglichen jeweils in einem Vertrag und ohne Tarifwechsel ein sogenanntes „Förder-Hopping“. Konkret: Dem Versicherer zufolge sind die beiden Tarife fortan im Rahmen der Entgeltumwandlung sowohl nach § 10a als auch nach § 3 „förderfähig“. Der Kunde könne zwischen beiden Förderwegen flexibel hin- und herwechseln. Es sei sogar möglich, die laufende Prämie aufzusplitten und beide Töpfe gleichzeitig in Anspruch zu nehmen. Je nach Lebensphase und finanzieller Situation sei mal die eine mal die andere Variante „effizient“.

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