Auslandsreise: Nie ohne private Krankenpolice!

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Die Schulferien beginnen diese Woche in Berlin und Brandenburg. Das Auslandsreisefieber grassiert. Doch Reisen sollte man am besten nur mit einer privaten Krankenversicherung. Warum Makler, die da nur wenig verdienen können, den jüngsten Finanztest kennen sollten.

Krank im Urlaub

Eine Auslandsreise ohne private Krankenzusatzversicherung verbietet sich. Sie ist zwar nicht Pflicht, doch die GKV zahlt nur den Standard vor Ort und keinesfalls vorzeitigen Rücktransport. Bild: Elizaveta Galitckaia

Die Horrorversion ist nicht übertrieben: Nach einem Herzinfarkt im Türkei-Urlaub musste ein Deutscher im Krankenhaus vor Ort behandelt und operiert werden. Von den 16.000 Euro Behandlungskosten erstattete die Krankenkasse nur rund 300 Euro, berichtete der Onlinedienst Finanztip.de. Auf dem Rest der Kosten blieb er sitzen, denn er hatte keine Auslandsreise-Krankenversicherung. Noch teurer kann es werden, wenn man wegen einer Krankheit oder schwerem Unfall nach Deutschland zurücktransportiert werden müssen. Dafür kommt die gesetzliche Kasse nie auf. Ein solcher Ambulanzflug kann schon innerhalb Europas 25.000 Euro kosten.

Es ist also extrem sinnvoll, wenn sich Kassenpatienten eine PKV-Zusatzversicherung leisten. Davon gab es 2018 insgesamt 20,06 Millionen Verträge. Zwar rangiert die Zahnzusatzversicherung unangefochten auf Platz 1 (16 Millionen Stück), doch noch wichtiger sind eben private Kranken-Policen für den Auslandsurlaub. Die zählen bei den 20 Millionen gar nicht mit, sondern gelten in der Branche als „besondere Versicherungsform“. Und davon haben die Deutschen 25 Millionen Verträge.

Makler können Kompetenz ausstrahlen und Kundenbindung aufbauen

Eine solche Police sollte jeder Makler seinen Kunden ans Herz legen. Der Schutz ist zwar für wenig Geld (und damit sehr wenig Courtage) zu haben, doch im Ernstfall dürfte der Kunde seinem Berater auf ewig dankbar sein, wenn er existenzgefährdend hohe Klinikrechnungen oder gar den Ambulanz-Sonderflug nach Hause nicht aus eigener Tasche zahlen muss.

Die Stiftung Warentest hat in der Mai-Ausgabe von Finanztest 50 Einzeltarife und 42 Familien-Tarife von 43 Anbietern verglichen. Ergebnis: Umfassender Krankenversicherungsschutz für Auslandsreisen bleibt oft günstig. Und die Tarife werden immer besser – ein Wechsel kann sich lohnen.

Sehr guten Schutz für Einzelpersonen gibt es bereits ab rund 8 Euro jährlich (Debeka). Familien können sich für unter 20 Euro pro Jahr umfassend versichern (Würzburger). Insgesamt 52 Tarife bekamen die Note „sehr gut“, lediglich ein Tarif war mangelhaft (Einzeltarif AKV der Landeskrankenhilfe). Die Würzburger verlangt jedoch 100 Euro Selbstbeteiligung je Versicherungsfall. Der Kunde muss meist in Vorleistung treten. Da heißt es, Rechnungen zu sammeln, sonst drohen Ärger und keine Kostenerstattung (procontra berichtete).

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