P&R-Insolvenz: Vergleichsvorschlag – wie reagieren die Gläubiger?

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Der Insolvenzverwalter der P&R-Gesellschaften legte den Gläubigern einen Vergleichsvorschlag vor. Nun liegen die ersten Rücksendungen der Geschädigten vor. Wie die Resonanz der P&R-Geschädigten ausfiel.

Sachwerte Insolvenz Container Pleite

Wie haben die P&R-Gläubiger haben auf das Vergleichsangebot reagiert? Bild: Matthias Balk/dpa

Im April versandte Dr. Michael Jaffé, Insolvenzverwalter der P&R-Gesellschafen, 80.000 Briefe an die geschädigten Anleger des Containervermieters (procontra berichtete).
Obwohl der Insolvenzverwalter von vier wesentlichen Vorteilen berichtete, die die Gläubiger bei Zustimmung zum Vergleichsangebot haben, war unklar, ob die Geschädigten dem Angebot zustimmen würden.

P&R-Pleite: 30.000 Rücksendungen

Nun teilte der Insolvenzverwalter mit, dass bereits über 30.000 Rücksendungen vorliegen würden. Darin erklärten die Gläubiger ihre Zustimmung zur Forderungsfeststellung. Insgesamt stimmte weit über ein Drittel der Gläubiger dem Vergleichsvorschlag zu. „Diese sehr schnelle und ausschließlich positive Resonanz hat unsere Erwartungen übertroffen. Jetzt geht es darum, eine möglichst hohe Annahmequote für den Vorschlag zu erzielen. Nur wenn der Vergleich auch umgesetzt werden kann, hätten wir eine wichtige Hürde genommen, um in 2020 eine erste Abschlagsverteilung an die Gläubiger auf den Weg bringen zu können“, so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé in einer ersten Bilanz.

Die Erfassung der unterzeichneten Vergleichsvereinbarungen werde auch bei rascher Rücksendung einige Zeit in Anspruch nehmen, so die Insolvenzverwalter. Derzeit ist davon auszugehen, dass erst im Herbst 2019 feststehen wird, ob der Vergleich angenommen werden kann. Eine erste Abschlagsverteilung wäre frühestens im Jahr 2020 möglich.

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