Leben: Welche Renditen Klassik-Policen noch bringen

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Eine neue Marktuntersuchung zur klassischen Lebensversicherung zeigt neben der Übersicht zu den Gewinnern der Kapital-Lebensversicherung auch die renditestärksten Privatrentenanbieter. Was man daraus für die Zukunft ablesen kann.

Die Untersuchung zeigt die langjährig erfolgreichsten Lebensversicherer auch anhand der guten Renditen.

Die Untersuchung zeigt die langjährig erfolgreichsten Lebensversicherer auch anhand der guten Renditen. Bild: Map-Report

Was taugen die klassische Lebens- und Rentenversicherung im Angesicht dauerhafter Niedrigzinsen und in Konkurrenz zu anderen Formen der Altersvorsorge, auch im Wettbewerb zu Fondspolicen und „neuer Klassik“ mit weniger Garantien? „Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen“, sagt Reinhard Klages, Analyst des Marktbeobachters Map-Report. „Neue Garantiemodelle und steigende Tarifvielfalt erschweren allerdings den Ausblick in die Zukunft – und damit die Beratung“, so Klages bei Vorlage des Map-Report 908 „Klassik im Vergleich“.

Bereits seit etwa drei Jahrzehnten nimmt der Map-Report Renditen und Leistungen von Klassik-Policen unter die Lupe. Im neuen Heft wurden die früher getrennt aufgelegten Studien zur Aufschub- und zur Sofortrente wie auch zur Kapitallebens-Versicherung (KLV) in einer Ausgabe gebündelt.

Fehlende Garantien bremsen Sozialpartnermodell aus

Das Thema Garantien bekommt aktuell angesichts eher überschaubarer Abschlusszahlen bei der „neuen Klassik“ (procontra berichtete) und noch ausstehender Sozialpartnermodelle bei Tarifabschlüssen in der bAV neue Brisanz. Garantien kosten Rendite (procontra berichtete), doch sie sind im Bewusstsein der Deutschen fest verankert.

Nach Einschätzung von GDV-Präsident Wolfgang Weiler würden rund 60 Prozent der neu abgeschlossenen Lebensversicherungen auf Policen entfallen, die zwar stärker auf Rendite setzten, aber nicht komplett auf Garantien verzichteten. „Insofern sehen wir politische Konzepte für die private und betriebliche Altersvorsorge, die zu 100 Prozent auf Aktien setzen, als wenig erfolgversprechend an“, sagte er bei Vorstellung der Ergebnisse einer Prognos-Studie zu nötigen Sparbeiträgen in verschiedenen Zinsszenarien für die Altersvorsorge (procontra berichtete).

Transparenz muss wieder etwas wert sein

„Obwohl sich die Lebensversicherung im Wettbewerbsumfeld sehr gut schlägt, befindet sich die Teilnahmebereitschaft momentan auf einem niedrigen Niveau“, kritisiert Klages. So lieferten nur noch 19 Gesellschaften Daten. Die Branche habe offenbar verlernt, Transparenz und öffentliche Diskussion zu suchen und selbstbewusst zu agieren.

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