Fonds-Finanz-Gründer geben softfair wieder frei

Berater Top News Versicherungen Digital Meistgeklickt von Matthias Hundt

Paukenschlag in der Maklerwelt. Zwei Jahre nach dem Kauf wollen die Fonds Finanz-Gründer den Vergleichsrechner softfair nun dem freien Markt zurückgeben.

Norbert Porazik und Markus Kiener - Fonds-Finanz-Chefs und Gründer der Finanzsoft GmbH_Foto: Fonds Finanz

Im Mai 2017 gründeten die Fonds-Finanz-Chefs, Norbert Porazik und Markus Kiener, die Finanzsoft GmbH, um damit die softfair GmbH aus Hamburg zu übernehmen. Damit sicherte man sich, neben dem marktführenden Vergleichsportal für Makler, notwendige IT-Kapazitäten für andere Projekte. „Unsere Vision  war und ist es, den Ausbau der Digitalisierung des gesamten Versicherungsvertriebs voranzutreiben. Die Etablierung branchenweiter Standards und darauf aufbauend die Weiterentwicklung der Prozessautomatisierung sollen die Zukunftsfähigkeit aller Marktteilnehmer nachhaltig sichern“, äußert sich Norbert Porazik.

Die durch die Digitalisierung getriebenen Entwicklungen erhöhen den Druck der großen Online-Vergleichsportale sowie der Fin- und InsurTechs auf alle Beteiligten.

Die Tatsache, dass hinter der Übernahme die Fonds-Finanz-Macher standen, schmeckte nicht jedem im Markt. So kündigten beispielsweise die Vertriebsgesellschaften der Swiss Life Deutschland ihre Kooperation mit softfair. Darunter mit Swiss Life Select auch die Vertriebspower des ehemaligen AWDs. Ihnen war der potenzielle Einblick durch einen Wettbewerb (Fonds Finanz) zu groß. Die Kündigung ist zum 31.12.2019 gestellt worden.

Umwandlung in eine Aktiengesellschaft?!

Mit dem Kauf 2017 wollte man sicherstellen, „weiterhin Zugriff auf die marktführenden Vergleichsprozesse zu haben, indem das Unternehmen nicht in die Hände einer einzelnen Gesellschaft fällt oder uns die Ressourcen von softfair zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen“, so Porazik weiter. Um den Herausforderungen zu begegnen und die eigene Vision weiter verfolgen zu können, haben die Fonds-Finanz-Gründer eine branchenweite Initiative ins Leben gerufen.

„Als alleinige Gesellschafter der Finanzsoft prüfen wir derzeit, das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, um dann bis zu 100 Prozent der Anteile kleinteilig an möglichst viele Versicherungsgesellschaften zu veräußern“, verrät Porazik gegenüber procontra und führt weiter aus. „Damit wäre softfair mit dem Tochterunternehmen ascore nicht mehr in der Hand nur eines Marktteilnehmers, sondern im Idealfall in der Hand aller Versicherungsgesellschaften. Diese würden sich als Anteilseigner der Finanzsoft langfristig und nachhaltig die Gestaltungshoheit über branchenweit gültige, standardisierte Prozesse sichern und ihre Risiken und Kosten erheblich senken.“

Seite 1: Fonds Finanz gibt softfair wieder frei
Seite 2: Wer hat dann das Sagen?

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare