E-Scooter nicht versicherbar?

Versicherungen Meistgeklickt von Florian Burghardt

Seitens des Gesamtverbands hatte man sich bereits bei Bekanntwerden der Regierungspläne kritisch geäußert. So sagte Siegfried Brockmann, Leiter der zum GDV gehörenden Unfallforschung der Versicherer (UDV): „E-Roller sind Kraftfahrzeuge, und die haben auf Gehwegen grundsätzlich nichts zu suchen. Fußgänger sollen sich dort sicher bewegen können, das gilt erst recht für Personen mit Beeinträchtigungen, wie etwa Seh- oder Gehbehinderte.“

Letztere dürften ihre Probleme damit haben, im Alltag einer brenzligen Situation mit den E-Scootern auf dem Bürgersteig ausweichen zu können. Für sehbehinderte Menschen könnten die Elektroroller, die etwa drei Mal so schnell unterwegs sind wie Fußgänger, zudem eine lautlose Gefahr darstellen. Zumal der aktuelle Entwurf vorsieht, dass bereits 12-Jährige damit auf den Bürgersteigen fahren dürfen. Kritiker glauben, dass dieses geringe Alter aufgrund psychischer und physischer Reife die Unfallwahrscheinlichkeit erhöhen könnte.

Es erscheint insgesamt gut möglich, dass sich an den aktuellen Verordnungsplänen noch einmal etwas ändern könnte. Zumal die letzte Meile mit 1.609 Metern genauso lang ist wie die erste. Am umweltfreundlichsten und gesündesten dürfte es daher für die meisten Menschen sein, diese anderthalb Kilometer einfach zu Fuß zu gehen.

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