E-Scooter nicht versicherbar?

Versicherungen Meistgeklickt von Florian Burghardt

E-Scooter sollen Verkehr und Umwelt entlasten – und mit 12 km/h auf dem Bürgersteig fahren. Schwelt in den politischen Plänen ein teures Risiko für die Versicherer? Der GDV hat bereits Bedenken angemeldet.

E-Scooter sollen Umwelt und Verkehr entlasten. Auf dem Gehweg könnten sie aber auch zu einer Gefahr für Fußgänger werden und zu einem teuren Risiko für die Versicherer.

E-Scooter sollen Umwelt und Verkehr entlasten. Auf dem Gehweg könnten sie aber auch zu einer Gefahr für Fußgänger werden und zu einem teuren Risiko für die Versicherer. Bild: Pixabay

Dieser Tage sind sie aus den Medien nicht wegzudenken: Die Rede ist von E-Scootern. Die per Elektromotor betriebenen Tretroller liegen voll im Trend. Viele Großstädte erhoffen sich von ihnen eine Verbesserung der angespannten Verkehrs- und Parkplatzsituation sowie eine Entlastung für die Umwelt. Befürworter halten sie für ideal, um die sogenannte „letzte Meile“ zu überwinden. Das ist zum Beispiel die Distanz vom Bahnhof zum Arbeitsplatz oder nach Hause.

Die Medienberichte über E-Scooter nehmen aber auch deswegen zu, weil der Bundesrat voraussichtlich noch im Mai über eine neue Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge abstimmen wird. Die Bundesregierung sieht in ihrem Entwurf der Verordnung vor, dass E-Roller bis zu einer Geschwindigkeit von 12 Stundenkilometern auf dem Bürgersteig fahren dürfen.

Teure Risiken?

Aber ist der neue Trend überhaupt sinnvoll versicherbar oder schwelt hier ein Risiko, dass die Unternehmen nur ungern und gegen sehr hohe Prämien in ihre Bücher aufnehmen möchten? Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat sich offenbar gegen den Beschluss der Verordnung in der jetzt vorliegenden Form ausgesprochen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, lehnt der GDV die „12 km/h auf Gehwegen-Regelung“ ab.

Denn ein Aufprall mit diesem Tempo auf einen stehenden Fußgänger bedeute je nach Gewicht und konkreter Konstellation „eine Kraft von rund 150 kg, also sechs handelsüblichen Zementsäcken“ – so wird im Bericht aus einer Stellungnahme des GDV zitiert, die der Verband für die morgige Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags erstellt hat. Aus solchen Situationen könnten sehr kostspielige Personenschäden entstehen.

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