Altersarmut: Welche Rentenlücke Frauen droht

Berater von Florian Burghardt

Am alljährlichen Muttertag blicken viele Frauen neben Blumen auch auf eine drohende Rentenlücke. Schließlich bleibt ihnen im Alter häufig weniger Geld als Männern. Woran das liegt und welche Lücke es zu schließen gilt.

Immer noch nehmen mehr Frauen als Männer Elternzeit oder arbeiten in Teilzeit, um ihrem Nachwuchs gerecht zu werden. Folglich sinken ihre Rentenansprüche und machen eine private Altersvorsorge noch wichtiger.

Immer noch nehmen mehr Frauen als Männer Elternzeit oder arbeiten in Teilzeit, um ihrem Nachwuchs gerecht zu werden. Folglich sinken ihre Rentenansprüche und machen eine private Altersvorsorge noch wichtiger. Bild: Pixabay

Die meisten Frauen sind im Alter finanziell schlechter gestellt als Männer. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist, dass noch immer eher Mütter als Väter für ihren Nachwuchs beruflich kürzertreten. So würden laut dem Bundesministerium für Familie (BMFSFJ) rund die Hälfte der Väter gar nicht in Elternzeit gehen und knapp ein Drittel nur ein bis zwei Monate nehmen.

Darauf verweist die LV 1871, passend zum bevorstehenden Muttertag am 12. Mai, in ihrer „Lücke des Monats“. Frauen hingegen würden weiterhin rund 24 Monate Elternzeit einplanen. Häufig gefolgt von Arbeit in Teilzeit, um ihrem Nachwuchs gerecht zu werden.

Solche Phasen lassen allerdings die Rentenansprüche im Vergleich zu einer Vollzeitbeschäftigung sinken. In der Folge wird die Rentenlücke größer und der Vorsorgebedarf wächst, wird seitens des Münchener Lebensversicherers betont. Ausgehend von einem Finanzbedarf im Alter in Höhe von 80 Prozent des letzten Nettogehalts können je 3 Jahre Eltern- und Teilzeit bei annähernd gleichem Gehalt eine rund 10 Prozent größere Rentenlücke verursachen (siehe Grafik, Klicken zum Vergrößern).

Die Möglichkeiten, um diese Lücke zu schließen, sind vielfältig. Generell ist, Studien zufolge, unter Frauen eine Vorliebe zur Riester-Rente zu erkennen. Die Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge wird bei ihnen dennoch weiterhin geringer eingeschätzt als bei Männern.

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