Allianz steigt groß ins Leads-Geschäft ein

Versicherungen Meistgeklickt von Florian Burghardt

Die Allianz will ihre Vermittler bald vermehrt mit lukrativen Kundenkontakten versorgen. Dafür ist ein Zukauf in Planung. Außerdem wird eine Ventillösung für ungeliebte Risiken geschaffen. Ein Lichtblick nach der Streichung von Provisionen.

Nach der Ankündigung von Provisionsstreichungen für mehrere tausend Vertreter will die Allianz nun gleich mit zwei Neuerungen für verbesserte Vertriebsbedingungen sorgen.

Nach der Ankündigung von Provisionsstreichungen für mehrere tausend Vertreter will die Allianz nun gleich mit zwei Neuerungen für verbesserte Vertriebsbedingungen sorgen. Bild: Allianz

Der Mutterkonzern Allianz SE hat dieser Tage seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 vermeldet. Die Münchener sehen sich auf einem Erfolgskurs, angesichts eines Umsatzwachstums um 9,1 Prozent (auf 40,3 Milliarden Euro) und einer Steigerung des operativen Ergebnisses um 7,5 Prozent (auf 3,0 Milliarden Euro) gegenüber der ersten drei Monate des Jahres 2018. Sowohl im Schaden-/Unfall-Bereich als auch in der Lebens- und Krankenversicherung konnte man sich verbessern. Maßgeblichen Anteil an diesen Zuwächsen hatte jeweils das Geschäft auf dem deutschen Markt.

Damit das auch so bleibt, will die Allianz ihre Vertreter zukünftig vermehrt mit Leads versorgen. Dafür will der Versicherer das Berliner Online-Portal Finanzen.de kaufen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Allianz habe dem Blatt den Deal im Grundsatz bestätigt, auch wenn es auf dem Weg zu dessen Abschluss noch „kleine Unwägbarkeiten“ gebe.

Laut eigenen Angaben vermittelt Finanzen.de monatlich allein in Deutschland bis zu 50.000 Leads, also die Kontakte zu Kunden mit konkretem Interesse am Abschluss bestimmter Versicherungen. Diese sammelt das Unternehmen durch seine angebotenen Tarifvergleichsrechner auf der eigenen und auf fremden Internetseiten. Der Handel mit Leads ist vor allem in größeren Mengen ein lukratives Geschäft. Gerade im PKV-Bereich zahlen Vermittler dafür nicht selten über 100 Euro pro Stück.

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