5 wichtige Fakten über Vandalismus, die Sie wissen müssen

Privatschutz von Beatrix Altmann

Ist das noch Kunst oder muss das weg? Wenn Graffiti an Häuserwände gesprayt wird, ist das für den Hausbesitzer nicht nur ärgerlich, sondern im schlimmsten Fall Vandalismus. Welcher Versicherer für welche Schäden haftet, lesen Sie hier.

Wohngebäudeversicherung Vandalismus Grafiti

Den einen gilt Graffiti als Kunst, anderen als Vandalismus. Bild: shutterstock.com / Sergey Nivens

1. Vandalismus hat viele Gesichter

Vandalismus tritt meist als Sachbeschädigung an Haus, Garten oder Auto – und häufig in Zusammenhang mit Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch auf. Graffiti am Haus zählt zu den häufigsten Schäden, aber auch mutwillig zerstörte Gartenzäune, demolierte Fahrräder, eingeworfene Fenster, zerkratzte und beschädigte Autos und Graffiti. Auch explodierte Böller im Hauseingang oder den Briefkästen zählen als Vandalismus. Eine Versicherung, die alle Schäden an und im Haus abdeckt, gibt es nicht. Hier muss im Vorfeld genau überlegt werden, wie Ihre Kunden sich optimal absichern können.

2. Wer zahlt was bei Vandalismus-Schäden?

Graffiti und mutwillige Beschädigungen am Haus werden von der Versicherung abgedeckt – hier wird aber der bereits erwähnte Zusatzbaustein zur Gebäudeversicherung benötigt. Einbrüche und Beschädigungen durch Einbrecher sind in der Regel in den Standard oder Premium-Policen mit abgesichert. Das gilt auch für Gebäudebeschädigungen durch unbefugte Dritte nach Einbruch und die danach anstehenden Reparaturkosten. Mutwillig verursachte Schäden am Auto sind in der Vollkasko abgesichert. Für Schäden, die durch Wohnungseinbrüche entstehen, kommt die Hausratsversicherung auf. Sie ersetzt auch den Wert der gestohlenen Gegenstände.

3. Bestandteil der Wohngebäudeversicherung

Vandalismus-Schäden werden durch die Wohngebäudeversicherung (meist durch einen Zusatzbaustein oder eine erweiterte Klausel zum Schutz vor Gebäudeschäden durch unbefugte Dritte) abgedeckt. Übernommen werden Schäden, die am Gebäude selbst und auch auf dem versicherten Grundstück zustande gekommen sind. Sollte das Haus während der Aufräumarbeiten nicht mehr bewohnt werden können, dann werden auch Hotel- oder Pensionskosten erstattet.

4. Schäden durch Graffiti

Bilder, Slogans, Schriftzüge – Graffiti ist vielseitig. Und kann sicherlich auch als Kunst eingestuft werden – allerdings an den dafür vorgesehenen Flächen. Kostspielig wird es für den Hausbesitzer, wenn er den durch Graffiti entstandenen Schaden wieder beseitigen muss. Eine Reinigung sollte durch eine Spezialfirma vorgenommen werden und kann je nach Verfahren und Untergrund zwischen 40 und 100 Euro kosten. Dazu können noch Folgekosten zukommen, wenn zum Beispiel Tür- oder Fensterrahmen ausgetauscht werden müssen oder die Fassade einen neuen Anstrich benötigt. Auch hier benötigen Kunden einen Zusatzbaustein zur Gebäudeversicherung.

5. So melden Ihre Kunden den Schaden

Einbruch, mutwillige Zerstörung, Vandalismus – all das ist nicht nur ärgerlich, sondern wird unter Umständen auch teuer. Hinzu kommt der Schock, wenn das Eigentum mit Absicht zerstört wurde. Wichtig: Nicht aufräumen, sondern den Tatort fotografieren und sofort die Polizei holen und Anzeige erstatten. Als Nächstes muss der Versicherer kontaktiert werden, der dann auch die Anzeige der Polizei erhalten muss.

Übrigens: Der Ausdruck Vandalismus soll auf den ostgermanischen Stamm der Vandalen zurückgehen (das ist allerdings historisch nicht belegt). Die Vandalen sind im fünften Jahrhundert durch Europa gezogen und sollen 455 in nur 14 Tagen Rom geplündert haben. Mit ihrer unermesslichen Beute, darunter auch der Tempelschatz aus Jerusalem, zogen die Vandalen in Richtung Nordafrika ab.

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