Wohngebäude: Smart aus der Krise

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Die Wohngebäudeversicherung ist 2018 wieder deutlich in die roten Zahlen gerutscht. Sind Preissteigerungen jetzt unvermeidbar oder haben die Versicherer eine Lösung parat?

Durch den Einsatz smarter Technik könnten endlich wieder schwarze Zahlen in der Wohngebäudeversicherung geschrieben werden. Doch das ist nicht der einzige Lösungsansatz der Branche.

Durch den Einsatz smarter Technik könnten endlich wieder schwarze Zahlen in der Wohngebäudeversicherung geschrieben werden. Doch das ist nicht der einzige Lösungsansatz der Branche. Bild: Pixabay

Keiner war so zerstörerisch wie Friederike. Um 9 Uhr erreichte an diesem 18. Januar 2018 – auf den Tag genau elf Jahre nach Orkan Kyrill – Wintersturm Friederike Deutschland. In Aachen, wo die Sturmausläufer zuerst aufschlugen, verzeichneten die „Aachener Nachrichten“ über 200 sturmbedingte Einsätze von Feuerwehr und Polizei. Mehrere Häuser wurden durch herabstürzende Bäume stark beschädigt, allein im Stadtgebiet ging der Schaden in die Millionen.

Insgesamt entstand in Deutschland laut GDV ein Schaden von über einer Milliarde Euro. Damit war Friederike der „Höhepunkt“ einer kostenintensiven Sturmsaison 2017/2018 gewesen. „2018 zählt zu den vier schwersten Sturmjahren der vergangenen 20 Jahre“, verkündete GDV-Präsident Wolfgang Weiler.

Vor allem die Wohngebäudeversicherung hat die Auswirkungen des Sturmjahres zu spüren bekommen. Nachdem die Anbieter zwei Jahre lang Gewinne verbuchen konnten, rutschte die Wohngebäudeversicherung mit einer Combined-Ratio von 108 Prozent wieder tief in die roten Zahlen. Für die Anbieter ist dies keine vollkommen neue Situation: Bis auf die Jahre 2016/2017 erwies sich die Wohngebäudeversicherung zuletzt konstant defizitär.

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