Weiterbildung: E-Learning auf Überholspur

Digital von Michael Fiedler

Vermittler müssen sich nicht erst seit IDD-Umsetzung weiterbilden. Wie sie diese Pflichten erfüllen, zeigen Auswertungen der Weiterbildungsinitiative „gut beraten“. Dabei legt insbesondere das E-Learning zu. Zahlen, die sich auch im Erfolg der Onlinemesse profino widerspiegeln.

Elearning Weiterbildung gutberaten

E-Learning auf der Überholspur (Symbolbild). Shutterstock.com

Vor fünf Jahren war es soweit. Die Versicherungsbranche brachte mit „gut beraten“ eine eigene Weiterbildungsinitiative auf den Weg. Die damit verbundenen Erwartungen konnten inzwischen erfüllt werden: „Im Vertrieb steht gut beraten heute für Qualität und saubere Prozesse beim Nachweis der Weiterbildung. Beim Start der Initiative haben wir 80.000 Teilnehmer erwartet, heute sind es doppelt so viele“, erläuterte Dr. Katharina Höhn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V.

1.811 Jahre Weiterbildung

Gerald Archangeli, Vorsitzender des Trägerausschusses der Initiative und Vizepräsident des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute, legte kürzlich den Quartalsbericht für die ersten drei Monate 2019 vor. Daraus geht hervor, dass die Zahl der Bildungskonten im ersten Quartal 2019 um weitere 4.526 zu. Damit weist die gut beraten Weiterbildungsdatenbank Ende März 2019 170.565 Bildungskonten aus, ein Zuwachs von 2,7 Prozent gegenüber Ende 2018.
Bis zum 31. März 2019 sind in der gut beraten-Weiterbildungsdatenbank insgesamt 15.867.155 Stunden Bildungszeit der teilnehmenden vertrieblich Tätigen erfasst. Das ist ein Zuwachs von 880.621 Stunden Bildungszeit, ein Plus von 5,9 Prozent gegenüber Ende 2018. Umgerechnet insgesamt 1.811 Jahre haben die vertrieblich Tätigen seit dem Start von gut beraten in die Verbesserung ihrer Fach- und Beratungskompetenz investiert.

E-Learning holt massiv auf

Bei den Lernformen gelten weiterhin Präsenzveranstaltungen als Favoriten der „gut beraten“-Teilnehmer. Doch deren Anteil nimmt kontinuierlich ab: von 66 Prozent am 31. März 2015 auf nunmehr 50 Prozent (259.975 Bildungsmaßnahmen) zum 31. März 2019. Die zweithäufigste Lernform – das selbstgesteuerte E-Learning – hat dagegen im gleichen Zeitraum um vierzehn Prozentpunkte auf 36 Prozent (186.105 Bildungsmaßnahmen) zugelegt. Insgesamt beträgt der Anteil aller E-Learning-Varianten (inkl. Blended-Learning, gesteuertes E-Learning etc.) nunmehr 45 Prozent.

E-Learning holt also massiv auf. Eine Entwicklung, die sich auch an den Zahlen der Onlinemesse profino ablesen lässt. Die Plattform verfügt nun – kurz vor ihrem zweiten Geburtstag – über 14.000 registrierte Benutzer.

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