Run-off: Diese 5 Punkte sollen Kundenrechte stärken

Versicherungen von Florian Burghardt

Viele Kunden sorgen sich beim Thema Run-off. Vor allem beim Verkauf von Lebensversicherungs-Beständen fühlen sich Betroffene teilweise alleingelassen und haben Angst um ihre Altersvorsorge. Verbraucherschützer fordern nun 5 Verbesserungen.

Die vzbv stellt 5 Forderungen für einen faireren Umgang mit Kunden, die von einem Run-off betroffen sind.

Der vzbv stellt 5 Forderungen für einen faireren Umgang mit Kunden, die von einem Run-off betroffen sind. Bild: Pixabay

Das Thema Run-off erhitzt die Gemüter der Lebensversicherungskunden. Schließlich sind sie beim Vertragsabschluss ein Vertrauensverhältnis mit einem bestimmten Anbieter eingegangen. Stellt dieser irgendwann das Neugeschäft ein, kommen möglicherweise schon erste Zweifel am Wert der eigenen Police auf. Werden die Vertragsbestände dann sogar an eine, aus Sicht der Kunden, unbekannte Firma verkauft, ist der Schaden für die Marke des Lebensversicherers unkalkulierbar.

So bezeichneten es im vergangenen Jahr die Betriebsratsvorsitzenden der Generali Leben, kurz bevor der Verkauf an den Abwickler Viridium erfolgte. Diese und andere Firmen, die auf den Kauf und die Abwicklung von geschlossenen LV-Beständen spezialisiert sind, sorgen bei Kunden aber stellenweise ebenfalls für schlechte Stimmung. So beschwerten sich Verbraucher im Jahr 2017 besonders häufig über solche Run-off-Gesellschaften. Zu den Ursachen für diesen Missmut haben sich zum Beispiel Viridium und Athene gegenüber procontra geäußert.

Der Verbraucherschutz hat die Sorgen der Kunden im Run-off-Fall seit einiger Zeit verstärkt auf dem Schirm. Nun hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ein Forderungspapier zum Thema erstellt. Aus diesem lassen sich 5 konkrete Punkte ableiten, wie die Lebensversicherer im Falle eines internen oder externen Run-offs fairer mit ihren Kunden umgehen sollen.

Run-off: 5 Forderungen für faireren Umgang mit Kunden

1. Informieren
Stellt ein Versicherer sein Neugeschäft ein, sind die Kunden umfassend und zeitnah über die Folgen der Einstellung zu informieren. Bild: Pixabay
 
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